Kurzantwort
Stand: 14. Oktober 2026. Fixkosten im Haushalt sind Ausgaben, die regelmäßig in gleicher Höhe anfallen, meist aus einem Vertrag: Miete, Nebenkosten, Strom, Versicherungen, Kreditraten, Handy, Internet, Abos und der Rundfunkbeitrag von 18,36 € im Monat. Eine amtliche Obergrenze gibt es nicht. Im Schnitt fließen 24,1 % des verfügbaren Haushaltseinkommens in Wohnkosten (Destatis, EU-SILC 2025). Wer auch nach Abzug von Wohngeld mehr als 40 % dafür zahlt, gilt laut Eurostat als überbelastet.
Das Wichtigste
- Fixkosten = Vertrag. Benzin, Einzeltickets und Lebensmittel zählen nicht dazu, weil keine länger laufende Verpflichtung dahintersteht.
- Quartal und Jahr mitrechnen. Jahresbeträge durch zwölf, Quartalsbeträge durch drei. Der Rundfunkbeitrag ist gesetzlich alle drei Monate fällig: 55,08 €.
- Der einzige amtliche Maßstab gilt fürs Wohnen: mehr als 40 % des verfügbaren Einkommens heißt überbelastet. Das betraf 2025 11,2 % der Bevölkerung.
- Senken mit Fristen: Handy- und Internetverträge nach der Mindestlaufzeit mit einem Monat Frist, Strom in der Grundversorgung mit zwei Wochen.
Für deine Fixkosten im Haushalt findest du hier drei Dinge: eine Liste aller festen Posten nach der Checkliste der Verbraucherzentrale, die amtlichen Zahlen von Destatis und die gesetzlichen Fristen, mit denen du Verträge kündigen oder wechseln kannst.
Was sind Fixkosten im Haushalt?
Fixkosten sind Ausgaben, die regelmäßig und in gleicher Höhe anfallen. Meist steht ein Vertrag dahinter, den du nicht von heute auf morgen beendest: der Mietvertrag, die Haftpflichtversicherung, der Handyvertrag.
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zieht die Grenze genau dort. In ihre Checkliste Fixkosten gehören weder Benzin noch Einzeltickets für Bus und Bahn. Ihnen liegt keine länger dauernde vertragliche Verpflichtung zugrunde, deshalb können sie sich von Monat zu Monat ändern. Aus demselben Grund zählen Lebensmittel und Restaurantbesuche zu den variablen Kosten.
Nicht alle Fixkosten kommen monatlich. Den Rundfunkbeitrag, Versicherungen oder die Kfz-Steuer zahlst du oft vierteljährlich oder einmal im Jahr. Die Verbraucherzentrale rät, sie trotzdem mitzurechnen: Jahresbeträge teilst du durch zwölf, Quartalsbeträge durch drei. Erst dann siehst du, was dich ein Monat wirklich kostet.
Dauerauftrag oder Lastschrift: Wie Fixkosten abgehen
Fixkosten gehen auf zwei Wegen von deinem Konto ab. Einen Dauerauftrag richtest du selbst ein, typisch für die Miete oder eine Sparrate. Eine Lastschrift löst dagegen der Zahlungsempfänger aus, etwa der Stromanbieter, die Versicherung oder ein Streamingdienst. Was der Vermerk auf dem Kontoauszug bei wiederkehrenden Lastschriften bedeutet, erklärt der Ratgeber zur Folgelastschrift.
Fixkosten-Liste: Was gehört alles dazu?
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet eine Checkliste Fixkosten als ausfüllbares PDF an. Sie soll dir helfen, einen Überblick über deine festen monatlichen und jährlichen Ausgaben zu bekommen und Einsparpotenziale zu erkennen. Die Tabelle folgt ihren elf Bereichen. Die Verbraucherzentrale nennt ihre Liste selbst eine beispielhafte Aufzählung: Streich, was du nicht hast, und ergänze, was fehlt.
| Bereich | Typische Posten |
|---|---|
| Wohnung/Haus | Miete, Immobiliendarlehen |
| Nebenkosten | Nebenkostenabschlag, Hausgeld, Wasser |
| Energie | Strom, Heizkosten |
| Konto und Kredite | Ratenkredit, Ratenkauf, Studienkredit/BAföG, Kreditkarte, Kontoführung, Bankschließfach |
| Versicherungen | Haftpflicht, Hausrat, Wohngebäude, Berufsunfähigkeit, Kfz, Kranken- und Zusatzversicherungen, Rechtsschutz, Unfall, Reise, Auslandsreisekranken, Fahrrad, Tierhalterhaftpflicht |
| Geldanlage und private Altersvorsorge | ETF-Sparplan, Aktien, Bausparvertrag, Riester- und Rürup-Rente, private Rentenversicherung, fondsgebundene Versicherung, Kapitallebensversicherung |
| Mobilität | Monatskarte ÖPNV, BahnCard, Pkw-Leasing, Kfz-Steuer, Automobilclub, Miete für den Parkplatz |
| Freizeit | Fitnessstudio, Yoga- oder Tanzkurs, Musikunterricht |
| Internet, Telekommunikation und Medien | Internet, Festnetz, Mobilfunk, Streamingdienst, Pay-TV, Rundfunkbeitrag, Zeitungs- und Zeitschriftenabo, Virensoftware |
| Aus- und Fortbildung | KiTa oder Kindergarten, Kinderbetreuung, Nachhilfe, Sprachkurs, Studien- oder Schulgebühren |
| Sonstiges | Unterhaltszahlungen, Haushaltshilfe |
Im PDF trägst du zu jedem Posten den Betrag und den Kündigungstermin ein und hältst fest, ob er bleibt, noch einmal geprüft wird oder wegfallen kann. Rot unterlegt sind Posten, bei denen die Verbraucherzentrale vor einer überstürzten Kündigung warnt, vor allem Versicherungen und Altersvorsorge.
Rundfunkbeitrag: 18,36 € im Monat
Der Rundfunkbeitrag beträgt 18,36 € pro Monat für eine Wohnung. Gezahlt wird er aber nicht monatlich, sondern alle drei, sechs oder zwölf Monate. Für deine Liste rechnest du ihn auf 18,36 € im Monat zurück. Die Beträge im Einzelnen stehen in den häufigen Fragen unten.
Wie hoch dürfen Fixkosten im Verhältnis zum Einkommen sein?
Eine gesetzliche oder amtliche Obergrenze für alle Fixkosten zusammen gibt es nicht. Einen offiziellen Maßstab gibt es nur für den größten Block: das Wohnen.
2025 gaben die Menschen in Deutschland im Schnitt 24,1 % ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus. Das sind Endergebnisse der Erhebung EU-SILC, die Destatis veröffentlicht. Zu den Wohnkosten zählen dort die Miete (bei Eigentümern Grundsteuer und Hypothekenzinsen), die Nebenkosten für Wasser, Strom, Gas und Heizung, die Instandhaltung, Versicherungsbeiträge und Kosten wie die Müllabfuhr.
Als überbelastet gilt ein Haushalt nach der Definition der EU-Statistikbehörde Eurostat, wenn er auch nach Abzug von Wohngeld und ähnlichen Zuschüssen mehr als 40 % seines verfügbaren Einkommens fürs Wohnen aufwendet.
| 2025 (EU-SILC) | Bevölkerung insgesamt | Armutsgefährdete Bevölkerung |
|---|---|---|
| Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen | 24,1 % | 43,7 % |
| Anteil der Menschen mit Wohnkosten über 40 % | 11,2 % | 35,0 % |
Beispiel: Bei 2.500 € verfügbarem Haushaltseinkommen liegt die 40-%-Grenze bei 1.000 € Wohnkosten im Monat. Der Durchschnittsanteil von 24,1 % entspräche rund 603 €.
Einen Trend über die Jahre liest du daraus nicht ab: 2020 hat Destatis die Erhebung umgestellt, 2023 die Fragen an Eigentümerhaushalte.
Und der Rest? Die 50-30-20-Regel als Faustregel
Für alle Fixkosten zusammen bleibt nur eine Faustregel. Die 50-30-20-Regel teilt das Netto in 50 % für Notwendiges, 30 % für Wünsche und 20 % fürs Sparen. Ihre 50 % sind aber nicht dasselbe wie deine Fixkosten, denn auch Lebensmittel fallen hinein. Was eine Miete für dein Netto bedeutet, spielst du im Rechner Wie viel Miete kann ich mir leisten? durch, alle Posten zusammen im Haushaltsrechner.
Wie hoch sind Fixkosten im Durchschnitt? Die Destatis-Zahlen
Durchschnittliche Fixkosten für Deutschland veröffentlicht niemand. Der Grund: Destatis zählt Versicherungen, die Tilgung und Zinsen von Krediten und das Sparen nicht zu den Konsumausgaben. Eine amtliche Fixkosten-Summe gibt es deshalb nicht. Am nächsten kommt der Posten „Wohnen, Energie, Wohnungsinstandhaltung“ aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023. Dazu zählen die Miete einschließlich Betriebskosten, Energie und kleinere Instandhaltungen. Wer mietfrei oder im Eigentum wohnt, bekommt eine fiktive Miete angerechnet.
| Haushalt | Konsumausgaben im Monat | davon Wohnen, Energie, Instandhaltung | Anteil | Information und Kommunikation |
|---|---|---|---|---|
| Durchschnitt | 3.032 € | 1.137 € | 37,5 % | 142 € |
| 1 Person | 1.918 € | 817 € | 42,6 % | 108 € |
| 2 Personen | 3.382 € | 1.240 € | 36,7 % | 147 € |
| 3 Personen | 4.081 € | 1.434 € | 35,2 % | 184 € |
| 4 Personen | 4.599 € | 1.582 € | 34,4 % | 192 € |
| 5 und mehr Personen | 4.995 € | 1.699 € | 34,0 % | 217 € |
Destatis, EVS 2023, Stand 9. Dezember 2025. Monatliche Durchschnittswerte je Haushalt. In der Pressemitteilung rundet Destatis auf 38 % und 3.030 €.
- Alleinlebende tragen den höchsten Anteil: 42,6 % ihrer Konsumausgaben gehen ans Wohnen, im Schnitt aller Haushalte sind es 37,5 %.
- Die neuere Erhebung: Die Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) 2024, eine kleinere Erhebung ohne Selbstständige, nennen 1.181 € oder 36,3 % von 3.257 €, bei Alleinlebenden 853 € oder 41,8 % von 2.042 €. Die beiden Erhebungen sind unterschiedlich angelegt, eine Entwicklung liest du daraus nicht ab.
- Durchschnitt ist kein Bedarf: Die Zahlen zeigen, was Haushalte ausgeben. Deine echten Fixkosten liegen über dem Wohnen-Posten, sobald Versicherungen, Kreditraten, Handy und Abos dazukommen.
Warum hier 37,5 % und oben 24,1 %?
Die EVS rechnet das Wohnen als Anteil an den Konsumausgaben, EU-SILC als Anteil am verfügbaren Einkommen. Auch was zum Wohnen zählt, ist nicht ganz gleich abgegrenzt. Die beiden Werte messen also verschiedene Dinge und widersprechen sich nicht.
Lebensmittel sind keine Fixkosten, aber ein großer Block: im Schnitt 436 € im Monat für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, bei Alleinlebenden 254 € (EVS 2023). Mehr dazu unter Lebensmittelkosten pro Monat. Den ganzen Warenkorb nach Haushaltsgröße zeigt die Seite Lebenshaltungskosten in Deutschland.
So findest du deine Fixkosten im Kontoauszug
Statistiken zeigen andere Haushalte. Deine Fixkosten stehen in deinen Umsätzen. So gehst du vor:
- Umsätze sammeln. Nimm die Buchungen der letzten drei Monate, für Jahresposten die der letzten zwölf, und zwar von jedem Girokonto. Wie du mehrere Konten zusammenführst, steht unter alle Bankkonten in einer App.
- Daueraufträge markieren. Miete, Sparrate, Unterhalt: Alles, was du selbst eingerichtet hast, findest du auch in der Übersicht deiner Daueraufträge im Onlinebanking. Wie du einen Dauerauftrag findest und löschst, zeigt das Beispiel Sparkasse Dauerauftrag löschen.
- Wiederkehrende Lastschriften markieren. Jede SEPA-Lastschrift trägt die Gläubiger-ID des Empfängers und eine Mandatsreferenz. Taucht derselbe Empfänger jeden Monat auf, hast du einen festen Posten: Strom, Versicherung, Handy, Internet, Abo. Kennst du einen Empfänger nicht, hilft Unbekannte Abbuchung: Wer steckt dahinter?.
- Quartals- und Jahresposten suchen. Der Rundfunkbeitrag mit 55,08 €, die Kfz-Steuer, Versicherungen mit Jahresbeitrag. Teil sie durch drei oder zwölf.
- Zusammenzählen und vergleichen. Leg die Summe neben dein Netto. Die Wohnkosten allein misst du an der 40-%-Grenze aus dem Abschnitt oben.
- Die Summe weiterverwenden. Fixkosten laufen auch weiter, wenn das Einkommen ausfällt. Deshalb sind sie ein guter Startpunkt für deinen Notgroschen.
Was nach den Fixkosten übrig bleibt und trotzdem verschwindet, findest du mit dem Ratgeber Wo bleibt mein Geld?
Frag Martia: „Welche festen Kosten gehen jeden Monat von meinem Konto ab?“
Die Antwort kommt aus deinen echten Umsätzen, nicht aus einer Tabelle. Quartals- und Jahresbeträge fragst du gleich hinterher.
Fixkosten senken: Wo du ansetzen kannst
Fixkosten senkst du über Verträge. Für die wichtigsten gelten feste gesetzliche Fristen.
Handy, Internet und Festnetz
Diese Verträge dürfen anfangs höchstens 24 Monate laufen, und der Anbieter muss dir vor Vertragsschluss auch einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten anbieten. Läuft der Vertrag nach der Mindestlaufzeit stillschweigend weiter, kannst du ihn jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen, und das darf dich nichts kosten (§ 56 TKG). Ein Beispiel Schritt für Schritt: Telekom kündigen.
Strom in der Grundversorgung
Einen Strom-Grundversorgungsvertrag kannst du mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Die Kündigung braucht Textform, und der Grundversorger darf dafür kein Entgelt verlangen, auch nicht bei einem Wechsel des Lieferanten (§ 20 StromGVV). Das gilt nur für die Grundversorgung; bei einem anderen Stromtarif schau in deinen Vertrag.
Abos und Mitgliedschaften
Für Verträge über regelmäßige Lieferungen oder Leistungen, etwa Fitnessstudio oder Zeitschrift, die ab dem 1. März 2022 geschlossen wurden, gilt: Nach der ersten Laufzeit darf sich der Vertrag nur auf unbestimmte Zeit verlängern, und du kannst ihn dann jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündigen (§ 309 Nr. 9 BGB). Kann man den Vertrag auf einer Website abschließen, muss der Anbieter dort auch eine Kündigungsschaltfläche bereithalten, beschriftet mit „Verträge hier kündigen“ oder ähnlich eindeutig (§ 312k BGB). Für Finanzdienstleistungen gilt das nicht. Wie du jedes Abo findest: Abos kündigen.
Versicherungen und Vorsorge: prüfen, nicht überstürzt kündigen
§ 309 Nr. 9 BGB gilt ausdrücklich nicht für Versicherungsverträge. Sie sind also nicht automatisch monatlich kündbar. Die Verbraucherzentrale warnt besonders bei Berufsunfähigkeits-, Wohngebäude-, Haftpflicht-, Tierhalterhaftpflicht-, Kranken- und Zusatzversicherung sowie bei Kapitallebensversicherung, privater Rentenversicherung, fondsgebundener Versicherung, Bausparvertrag, Riester- und Rürup-Rente vor einer überstürzten Kündigung. Wird das Geld knapp, können eine Stundung, eine Beitragsfreistellung oder ein ruhender Vertrag das kleinere Übel sein. Lass dich vorher anbieterunabhängig beraten.
Anbieter wechseln
Bei der Hausratversicherung, dem Girokonto und bei Festnetz- und Mobilfunkverträgen lohnt sich laut Verbraucherzentrale generell die Prüfung, ob ein anderer Anbieter deine monatlichen Fixkosten senkt.
Wohnen
Der größte Block bewegt sich am schwersten. Wenn du ohnehin umziehst oder eine Wohnung suchst, rechne vorher durch, welche Miete zu deinem Netto passt. Für weitere Hebel im Alltag: Geld sparen jeden Monat.
Fixkosten im Chat: Was Martia zeigt und was nicht
Martia ist die KI, mit der du über dein Geld sprichst. Sie liest deine Umsätze per Open Banking über Enable Banking, nur lesend, bei über 2.500 Banken in Europa. Wie das technisch abläuft, steht unter Open Banking: Was ist das und ist es sicher?
Feste monatliche Abbuchungen wie Miete, Versicherungen, Strom oder Abos zeigt Martia von selbst. Quartals- und Jahresbeträge wie den Rundfunkbeitrag oder die Kfz-Steuer, kleine Zusatzbeträge und Abbuchungen, die zwischen anderen Ausgaben stecken, findest du mit einer Frage im Chat. Zum Beispiel:
- „Welche Beträge gehen vierteljährlich oder einmal im Jahr ab?“
- „Wie viel geht jeden Monat fest fürs Wohnen weg?“
- „Wie hoch sind meine Fixkosten im Verhältnis zu meinem Gehalt?“
Was Martia nicht macht: Sie kündigt keine Verträge, vergleicht keine Tarife, setzt keine Limits oder Alarme und erinnert dich nicht an Kündigungsfristen. Einmal pro Woche schickt sie dir eine E-Mail mit Beobachtungen. Paare können die Übersicht teilen, mehr dazu unter Haushaltsbuch-App für Paare. Martia läuft im Browser; Apps im App Store oder bei Google Play gibt es noch nicht. Sie kostet 9 € pro Monat oder 59 € pro Jahr.
Frag Martia nach deinen festen Kosten
Eine Frage auf Deutsch, die Antwort aus deinen Buchungen: was jeden Monat fest abgeht und was nur alle paar Monate kommt.
Häufige Fragen
Was zählt zu den Fixkosten im Haushalt?
Alles, was regelmäßig in gleicher Höhe anfällt und auf einem Vertrag oder einer länger dauernden Verpflichtung beruht. Typisch sind Miete oder Immobiliendarlehen, Nebenkostenabschlag, Strom und Heizung, Versicherungen, Kontoführung und Kreditraten, Handy, Internet und Streaming, die Monatskarte, das Fitnessstudio, KiTa-Beiträge, Unterhalt und der Rundfunkbeitrag. Die Checkliste Fixkosten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ordnet sie in elf Bereiche. Nicht dazu gehören Benzin und Einzeltickets für Bus und Bahn, weil kein länger laufender Vertrag dahintersteht, und aus demselben Grund auch Lebensmittel. Vergiss die Posten nicht, die nur vierteljährlich oder jährlich kommen: Jahresbeträge teilst du durch zwölf, Quartalsbeträge durch drei.
Wie hoch dürfen Fixkosten im Verhältnis zum Einkommen sein?
Eine amtliche Obergrenze für alle Fixkosten zusammen gibt es nicht. Einen offiziellen Maßstab gibt es nur für den größten Block, das Wohnen. 2025 gaben die Menschen in Deutschland im Schnitt 24,1 % ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus (Destatis, EU-SILC). Wer auch nach Abzug von Wohngeld mehr als 40 % fürs Wohnen aufwendet, gilt nach der Definition von Eurostat als überbelastet. 2025 betraf das 11,2 % der Bevölkerung. Beispiel: Bei 2.500 € verfügbarem Einkommen liegt diese Grenze bei 1.000 € Wohnkosten im Monat. Für den Rest hilft die 50-30-20-Regel als Faustregel. Ihre 50 % für Notwendiges umfassen aber auch Lebensmittel, nicht nur Fixkosten.
Wie hoch sind die durchschnittlichen monatlichen Fixkosten in Deutschland?
Eine Durchschnittssumme für Fixkosten veröffentlicht niemand, denn Destatis zählt Versicherungen, die Tilgung und Zinsen von Krediten und das Sparen nicht zu den Konsumausgaben. Am nächsten kommt der Posten „Wohnen, Energie, Wohnungsinstandhaltung“: 1.137 € im Monat, das waren 37,5 % der Konsumausgaben von 3.032 € je Haushalt (Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023). Die neuere, kleinere Erhebung LWR 2024 nennt 1.181 € oder 36,3 %. Deine echten Fixkosten liegen über diesem Wohnen-Posten, weil Versicherungen, Kreditraten, Handy, Internet und Abos dazukommen. Wie hoch sie bei dir sind, rechnet Martia aus deinen Umsätzen zusammen, wenn du im Chat danach fragst.
Wie viel Geld braucht ein 1-Personen-Haushalt im Monat?
Die Statistik sagt, was Alleinlebende ausgeben, nicht was sie brauchen. In der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 lagen die Konsumausgaben eines Einpersonenhaushalts bei 1.918 € im Monat. Davon gingen 817 € oder 42,6 % an Wohnen einschließlich Energie, der höchste Anteil aller Haushaltsgrößen. Für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren waren es 254 €. Die neuere Erhebung LWR 2024 nennt 2.042 €, davon 853 € fürs Wohnen (41,8 %). Versicherungen, Kreditraten und Sparen kommen noch obendrauf, weil Destatis sie nicht zu den Konsumausgaben zählt. Deine eigenen Zahlen trägst du am besten in einen Haushaltsrechner ein, Posten für Posten.
Gehört Essen zu den Fixkosten?
Nein. Lebensmittel ändern sich von Monat zu Monat und beruhen auf keinem Vertrag. Genau dort zieht die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz die Grenze: Benzin und Einzeltickets für Bus und Bahn gehören nicht auf ihre Fixkosten-Liste, weil keine länger dauernde vertragliche Verpflichtung dahintersteht. Für Essen gilt dasselbe. Trotzdem ist es ein großer, regelmäßiger Block: Im Schnitt gaben Haushalte 2023 laut Destatis 436 € im Monat für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus, Alleinlebende 254 €. Plane Lebensmittel deshalb als variable Kosten mit einem Monatsbetrag, den du dir selbst setzt, und prüf nach drei Monaten, ob er reicht.
Sind Strom und Heizung Fixkosten oder variabel?
Beides. Der monatliche Abschlag geht als fester Betrag vom Konto ab, und die Checkliste der Verbraucherzentrale führt Strom und Heizkosten im Bereich Energie und den Nebenkostenabschlag bei den Nebenkosten. Was du am Ende tatsächlich zahlst, hängt aber vom Verbrauch ab. Auch Destatis beschreibt Wasser, Strom, Gas und Heizung als Kosten, die sich aus der tatsächlichen Nutzung der Wohnung ergeben. Trag den Abschlag in deine Fixkosten-Liste ein. Ein Hebel beim Strom: Einen Vertrag in der Grundversorgung kannst du mit zwei Wochen Frist in Textform kündigen, und der Grundversorger darf dafür kein Entgelt verlangen (§ 20 StromGVV).
Wie rechne ich den Rundfunkbeitrag in meine monatlichen Fixkosten ein?
Der Rundfunkbeitrag beträgt 18,36 € pro Monat für eine Wohnung und ist gesetzlich geregelt. Abgebucht wird er in größeren Abständen: Die gesetzliche Zahlungsweise sind 55,08 € in der Mitte von drei Monaten. Im Voraus kannst du auch vierteljährlich 55,08 €, halbjährlich 110,16 € oder jährlich 220,32 € zahlen. Für deine Liste teilst du den Betrag durch drei, sechs oder zwölf und landest immer bei 18,36 €. Zahlst du per SEPA-Lastschrift, kommen keine Zahlungsaufforderungen; als Nachweis gilt dein Kontoauszug. Weil der Betrag nur alle paar Monate abgeht, übersiehst du ihn leicht, wenn du nur auf einen Monat schaust. In Martia fragst du im Chat gezielt nach vierteljährlichen Abbuchungen.
Findet Martia meine Fixkosten automatisch?
Zum Teil. Sobald dein Konto per Open Banking nur lesend verbunden ist, erscheinen feste monatliche Abbuchungen wie Miete, Versicherungen, Strom oder Abos von selbst. Was seltener oder unregelmäßig abgeht, findest du mit einer Frage im Chat: Quartals- und Jahresbeträge wie den Rundfunkbeitrag oder eine Jahresversicherung, kleine Zusatzbeträge und Abbuchungen, die zwischen anderen Ausgaben stecken. Martia kündigt keine Verträge, vergleicht keine Tarife, setzt keine Limits oder Alarme und erinnert nicht an Kündigungsfristen. Sie läuft im Browser, verbindet über Enable Banking mit über 2.500 Banken in Europa und kostet 9 € pro Monat oder 59 € pro Jahr.
Quellen
Zuletzt geprüft: 14. Oktober 2026.
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.: „Checkliste Fixkosten“ (ausfüllbares PDF, ohne Datumsangabe), gelesen 14.10.2026, verbraucherzentrale-rlp.de
- Statistisches Bundesamt (Destatis): „Struktur der Konsumausgaben privater Haushalte nach der Haushaltsgröße 2023“ (EVS), Stand 9. Dezember 2025, gelesen 12.10.2026, destatis.de
- Destatis: „Struktur der Konsumausgaben privater Haushalte nach der Haushaltsgröße 2024“ (LWR), Stand 17. August 2026, gelesen 12.10.2026, destatis.de
- Destatis: Pressemitteilung Nr. 290 vom 17. August 2026 zu den Laufenden Wirtschaftsrechnungen 2024, mit Angaben zur Methode, gelesen 12.10.2026, destatis.de
- Destatis: Pressemitteilung Nr. 438 vom 9. Dezember 2025 zu den Konsumausgaben privater Haushalte 2023, gelesen 12.10.2026, destatis.de
- Destatis: „Wohnkostenanteil und Wohnkostenüberbelastung“ (EU-SILC), Stand 9. April 2026, gelesen 12.10.2026, destatis.de
- Destatis: Pressemitteilung Nr. N048 vom 15. Juli 2026 zur Wohnkostenüberbelastung, mit methodischen Hinweisen, gelesen 12.10.2026, destatis.de
- ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice: „Informationen zur Zahlung“, gelesen 14.10.2026, rundfunkbeitrag.de
- Verbraucherzentrale: „Bezahlen im SEPA-Lastschriftverfahren: Das sollten Sie darüber wissen“, Stand 21. September 2026, gelesen 09.10.2026, verbraucherzentrale.de
- Bundesministerium der Justiz: § 56 Telekommunikationsgesetz (TKG), gelesen 12.10.2026, gesetze-im-internet.de
- Bundesministerium der Justiz: § 20 Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV), gelesen 12.10.2026, gesetze-im-internet.de
- Bundesministerium der Justiz: § 309 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), gelesen 09.10.2026, gesetze-im-internet.de
- Bundesministerium der Justiz: Art. 229 § 60 EGBGB (Übergangsvorschrift zum Gesetz für faire Verbraucherverträge), gelesen 09.10.2026, gesetze-im-internet.de
- Bundesministerium der Justiz: § 312k Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), gelesen 14.10.2026, gesetze-im-internet.de