Kurzantwort (Stand: 9. Oktober 2026): Abos kündigen klappt nur dort, wo du sie bezahlst. Geh zuerst drei Monate Kontoumsätze nach Lastschriften durch, für Jahresabos zwölf Monate. Hinter Abbuchungen von apple.com/bill, „GOOGLE*…“ oder PayPal können mehrere Abos stecken. Die kündigst du bei Apple, bei Google Play oder beim Händler. Für online abgeschlossene Verträge muss der Anbieter seit dem 1. Juli 2022 einen Kündigungsbutton anbieten. Danach prüfst du, ob die nächste Abbuchung ausbleibt.
Geprüft auf den Hilfeseiten von Apple, Google, PayPal und der Telekom, im Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de, beim Beitragsservice und bei der Verbraucherzentrale. Die Quellen stehen am Ende der Seite.
Das Wichtigste
- Erst finden, dann kündigen. Monatsabos siehst du in drei Monaten Umsätzen, Jahresabos erst in zwölf.
- Der Zahlungsweg entscheidet, wo du kündigst: beim Anbieter, bei Apple, bei Google Play, beim Händler hinter PayPal oder beim Paketanbieter.
- Kündigungsbutton: Was du online abschließen kannst, musst du seit 1. Juli 2022 auch online kündigen können. Fehlt der Button, kündigst du fristlos.
- Eine Rückbuchung ist keine Kündigung. Erst kündigen, dann eine falsche Lastschrift binnen acht Wochen zurückholen.
- Der Rundfunkbeitrag ist kein Abo: 18,36 € im Monat pro Wohnung, gesetzlich geregelt, nicht kündbar.
Welche Abos habe ich? So findest du jedes Abo
Deine Abos stecken an vier Stellen: in den Umsätzen deines Girokontos, in den Abo-Listen von Apple und Google Play, in PayPal und im E-Mail-Postfach. Keine Stelle allein zeigt alles.
1. Kontoumsätze: drei Monate für Monatsabos, zwölf für Jahresabos
Stell im Online-Banking den Zeitraum auf drei Monate und such nach gleichen Beträgen am gleichen Tag und nach Buchungen mit dem Vermerk Lastschrift. Danach stellst du zwölf Monate ein und suchst Beträge, die nur einmal auftauchen, aber nach Vertrag aussehen: Jahresabos, Versicherungen, Mitgliedschaften. Der Name des Zahlungsempfängers steht meist in Großbuchstaben und ist auf etwa 27 bis 35 Zeichen gekürzt. Der lesbare Zweck steckt hinter SVWZ+ im Verwendungszweck, der höchstens 140 Zeichen lang ist.
So kann eine Abo-Lastschrift aussehen (Beispiel, Name und Nummern sind Platzhalter):
SEPA-LASTSCHRIFT BEISPIEL STREAMING GMBH EREF+ 0000000000000000 MREF+ 0000000000 CRED+ DE00ZZZ00000000000 SVWZ+ ABO PREMIUM 10/2026
- SVWZ+ ist der lesbare Verwendungszweck. Lies zuerst diesen Teil.
- CRED+ ist die Gläubiger-ID, die feste Kennung des Anbieters. Gib sie in die Umsatzsuche ein, dann findest du jede Abbuchung derselben Firma, auch unter anderem Namen.
- MREF+ ist die Mandatsreferenz, also die Nummer des Lastschriftmandats.
Daueraufträge gehören auch auf die Liste. Die hast du selbst eingerichtet, deshalb siehst du sie vollständig in der Dauerauftragsliste deines Online-Bankings.
2. Sammelbuchungen: Apple, Google Play und PayPal
Manche Zeilen bündeln mehrere Abos. Eine Abbuchung von apple.com/bill kann sich laut Apple auf Abonnements, Apps, Musik, Filme oder andere Angebote von Apple beziehen. Bei Google Play steht laut Google „GOOGLE*Verkäufername“ auf der Abrechnung. Zahlst du per PayPal, bucht PayPal von deinem Konto ab, nicht der Dienst. Welche Abos dahinterstecken, siehst du nur in den Abo-Listen von Apple, Google Play oder PayPal. Wie du die öffnest, steht weiter unten.
3. Das E-Mail-Postfach
Such nach „Beleg von Apple“, „Rechnung von Apple“, „Zahlungsbestätigung“, „Verlängerung“, „Abonnement“ und „subscription“. Die ersten beiden Suchbegriffe empfiehlt Apple selbst, wenn du ein Abo nicht findest. Jede Rechnung einer Firma, deren Dienst du nicht mehr nutzt, kommt auf die Liste.
Der Rundfunkbeitrag ist kein Abo
Auf dem Kontoauszug sieht er aus wie ein Abo, kündigen kannst du ihn trotzdem nicht. Der Rundfunkbeitrag ist gesetzlich geregelt und beträgt 18,36 € im Monat pro Wohnung, egal wie viele Menschen dort leben. Die gesetzliche Zahlungsweise sind 55,08 € in der Mitte von drei Monaten. Je nach Lebens- oder Wohnsituation gelten andere Regeln, und für eine Befreiung oder Ermäßigung gibt es beim Beitragsservice einen Antrag.
Wo kann ich Abos kündigen? Das hängt davon ab, über wen du zahlst
Kündigen musst du bei dem, der dir die Rechnung stellt. Apple sagt es selbst: Findest du ein Abo nicht in deinem Apple Account, hast du es vielleicht bei einem anderen Unternehmen gekauft, und dann kündigst du dort.
| Du zahlst über | So sieht es auf dem Konto aus | Hier kündigst du |
|---|---|---|
| Direkt beim Anbieter (Lastschrift, Karte) | Eigene Buchung mit dem Namen des Zahlungsempfängers | Im Kundenkonto oder über den Kündigungsbutton auf der Website |
| Apple (App Store, iPhone) | Abbuchung von apple.com/bill | Einstellungen → dein Name → „Abonnements“ |
| Google Play | „GOOGLE*Verkäufername“ | „Abos“ bei Google Play → Abo → „Abo kündigen“ |
| PayPal | Lastschrift von PayPal, nicht vom Dienst | Beim Händler, danach in PayPal unter „Zahlungen per Abbuchung“ |
| Paket bei Telekom, Vodafone oder Sky | Steckt in der Abbuchung des Paketanbieters | Beim Paketanbieter, bei der Telekom im Kundencenter unter „Partnerdienste“ |
| Handyrechnung (Drittanbieter) | Posten auf der Mobilfunkrechnung, oft mit dem Namen einer Abrechnungsfirma | Bei der Abrechnungsfirma oder beim Abo-Betreiber |
Bei der Telekom gilt eine Ausnahme: Hast du den Dienst über ein MagentaTV Streaming-Paket gebucht, kannst du ihn laut Telekom nicht einzeln kündigen, sondern erst zum Ende der Paketlaufzeit. Wie das bei Netflix über Telekom, Vodafone oder Sky aussieht, steht in Netflix kündigen.
Wie kündige ich Abos auf dem iPhone (Apple-ID)?
- Öffne die Einstellungen und tipp auf deinen Namen.
- Tipp auf „Abonnements“.
- Tipp auf das Abo.
- Tipp auf „Abo kündigen“. Eventuell musst du dafür nach unten scrollen.
Ohne iPhone geht es im Browser auf account.apple.com. Siehst du keine Taste zum Kündigen oder einen Ablaufhinweis in roter Schrift, ist das Abo laut Apple schon gekündigt. Ein Probeabo kündigst du mindestens 24 Stunden vor Ende der Probezeit.
Zwei Besonderheiten: Das Abo eines Familienmitglieds kann nur dieses Familienmitglied kündigen. Und in Deutschland kannst du ein Apple-Abo laut Apple mit sofortiger Wirkung kündigen und eine anteilige Rückerstattung bekommen. Dafür wendest du dich an den Apple Support. Kündigst du selbst in den Einstellungen, nutzt du das Abo bis zum nächsten Rechnungsdatum weiter.
Wie kündige ich ein Abo bei Google Play?
- Öffne auf deinem Android-Gerät die Seite „Abos“ bei Google Play.
- Wähl das Abo aus.
- Tipp auf „Abo kündigen“ und folg der Anleitung.
Wichtig: Die App zu deinstallieren kündigt laut Google kein Abo. Abos bei Google Play laufen unbegrenzt und werden zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums berechnet, bis du kündigst. Nach der Kündigung nutzt du das Abo bis zum Ende des bezahlten Zeitraums. Findest du ein Abo nicht, liegt es vielleicht in einem anderen Google-Konto.
Wie kündige ich ein Abo, das über PayPal läuft?
PayPal nennt solche Abos „Zahlung per Abbuchung“. Auf der PayPal-Website findest du sie so:
- Geh zu den Einstellungen.
- Klick auf „Zahlungen“.
- Wähl „Zahlungen per Abbuchung“ oder „Abonnements und gespeicherte Unternehmen“.
- Wähl den Händler aus. Dort kannst du die Zahlung per Abbuchung kündigen.
Kündige das Abo zuerst beim Händler und beende danach die Zahlung in PayPal. Die Kontaktdaten des Händlers stehen laut PayPal in der jeweiligen Zahlung im Einzugsverfahren.
Alle Anleitungen zum Abo kündigen auf einen Blick
Für einzelne Dienste gibt es eigene Anleitungen mit Klickpfad, Fristen und Preisen.
| Bereich | Anleitung | Darum geht es |
|---|---|---|
| Streaming | Netflix kündigen | Direkt bei Netflix und über Telekom, Vodafone oder Sky, mit Preisen |
| Streaming und Versand | Amazon Prime kündigen | Klickpfad, Erstattung und Preise |
| Pay-TV | Sky kündigen | Formular, Frist, Receiver-Rückgabe und Preise |
| Musik | Spotify kündigen | Web, Handyrechnung und Google Play, Frist und Preise |
| Streaming | MagentaTV kündigen | Anleitung, Frist und Kosten |
| Streaming | WOW kündigen | Anleitung, Frist und Kosten |
| Sport-Streaming | DAZN kündigen | Jahresabo, Frist und Kosten |
| Streaming | Disney+: Kosten und Kündigung | Preise, Abos und Kündigung |
| Hörbücher | Audible kündigen | Guthaben, Frist und Kosten |
| KI-Abo | ChatGPT Abo kündigen | Anleitung und Kosten |
| Telefon und Internet | Telekom kündigen | Festnetz, DSL und Handy |
| Bahn | BahnCard kündigen | Frist und Probe-BahnCard |
| Bahn und Nahverkehr | Deutschlandticket kündigen | Frist und wo du kündigst |
| Lotterie | Postcode Lotterie kündigen | Anleitung, Frist und Kosten |
Was steht da auf meinem Kontoauszug?
| Begriff | Was er bedeutet |
|---|---|
| apple.com/bill | Apple bucht ab: so findest du den Kauf oder das Abo dahinter |
| Unbekannte Abbuchung | Was du tust, wenn du eine Buchung nicht zuordnen kannst |
| Folgelastschrift | Ein Unternehmen zieht erneut Geld ein, mit einem Mandat, das du ihm schon erteilt hast |
| LS Wiedergutschrift | Eine Lastschrift wurde rückgängig gemacht, der Betrag ist zurück auf deinem Konto |
| Lastschrift zurückholen | Wie du eine Abbuchung zurückbuchst, mit den Schritten einzelner Banken |
Weiter sparen nach dem Abo-Check
- Finanzguru-Alternative: Apps im Vergleich, die deine Konten zusammenführen.
- Lebensmittelkosten pro Monat: Was Haushalte laut Destatis für Essen ausgeben.
- Wo bleibt mein Geld?: Ausgaben finden, die im Kontoauszug untergehen.
- Jeden Monat Geld sparen: Was du mit dem frei gewordenen Geld machst.
Frag Martia, welche Abos bei dir laufen
Verbinde dein Girokonto nur lesend und frag im Chat: „Welche Abos laufen bei mir?“ Martia antwortet aus deinen echten Umsätzen, auch über mehrere Konten.
Abofalle: Was tun bei einem Abo, das du nie wolltest?
Die Verbraucherzentrale beschreibt drei typische Wege in eine Abofalle:
- Ein Gratis-Probeabo, das kostenpflichtig weiterläuft, wenn du nicht rechtzeitig widersprichst.
- Ein Gewinnversprechen, über das ein Zeitungs- oder Zeitschriftenabo vermittelt wird.
- Ein Tipp auf ein Werbebanner im Handy, der ein Abo bei einem Drittanbieter auslöst, bezahlt über die Mobilfunkrechnung.
Für Bestellungen im Internet gilt: Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt nach § 312j BGB nur zustande, wenn du ausdrücklich bestätigst, dass du zahlen willst. Läuft das über eine Schaltfläche, muss sie mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer ebenso eindeutigen Formulierung beschriftet sein.
So reagierst du
- Widerrufen: Hast du online, am Telefon oder an der Haustür abgeschlossen, kannst du in der Regel widerrufen. Die Frist beträgt 14 Tage, bei einem Zeitschriftenabo ab der ersten Lieferung. Hat dich der Anbieter nicht richtig über dein Widerrufsrecht informiert, beginnt die Frist nicht. Das Recht erlischt dann spätestens nach zwölf Monaten und 14 Tagen.
- Handy-Abo stoppen: Den Betreiber über den Kontakt auf der Rechnung erfragen, das Abo bei der Abrechnungsfirma oder beim Betreiber beenden und die Rechnung bei beiden und bei deinem Mobilfunkanbieter beanstanden. Unstrittige Posten zahlst du weiter, damit dein Anschluss nicht gesperrt wird.
- Drittanbietersperre: Jeder Mobilfunkanbieter muss sie auf Verlangen einrichten. Das geht per Brief, oft auch per E-Mail, im Kundenportal oder in der App.
- Anfechten: Wurdest du getäuscht, kannst du den Vertrag innerhalb eines Jahres anfechten, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem du die Täuschung entdeckt hast.
Bei Fragen zu deinem Fall berät dich die Verbraucherzentrale persönlich.
Kann ich ein Abo über die Bank kündigen?
Nein. Eine Lastschrift zurückzuholen oder zu sperren beendet den Vertrag nicht. Die ING schreibt dazu, dass du damit den Vertrag mit dem Zahlungsempfänger nicht rückgängig machst. Laut Sparkasse bleibt die Forderung bestehen: Der Anbieter kann den Betrag erneut einziehen oder dich zur Zahlung auffordern, und es können Gebühren anfallen.
Hast du gekündigt und es wird trotzdem abgebucht, holst du eine SEPA-Lastschrift innerhalb von acht Wochen ab der Belastung ohne Angabe von Gründen zurück (§ 675x BGB). Die Bank erstattet innerhalb von zehn Geschäftstagen oder nennt dir die Gründe für eine Ablehnung. Bei einer Lastschrift ohne Mandat hast du 13 Monate Zeit. Wie das bei Sparkasse, Commerzbank, ING und DKB geht, steht in Lastschrift zurückholen.
Abo richtig kündigen: der saubere Ablauf
- Zahlungsweg klären mit der Tabelle oben: Anbieter, Apple, Google Play, PayPal, Paket oder Handyrechnung.
- Beim Richtigen kündigen, im Kundenkonto oder über den Kündigungsbutton, nicht per Antwort auf eine Werbemail.
- Bestätigung sichern: Bestätigungsseite und E-Mail speichern. Über den Kündigungsbutton muss die Bestätigung sofort kommen.
- Dauerauftrag löschen, falls du so zahlst. Den stoppst nur du selbst.
- Gläubiger-ID notieren. Taucht sie später wieder auf, bucht derselbe Anbieter ab, auch unter neuem Namen.
- Folgemonat prüfen. Erst eine fehlende Abbuchung zeigt, dass die Kündigung angekommen ist.
Welche Abos solltest du kündigen? Die 3-Spalten-Methode
Die 3-Spalten-Methode von Martia sortiert jedes Abo in genau eine Spalte, allein danach, wann du es zuletzt benutzt hast. Das einzige Kriterium ist eine Tatsache, deshalb dauert die Entscheidung Sekunden.
| Spalte | Kriterium | Entscheidung |
|---|---|---|
| A | In den letzten 7 Tagen genutzt | Behalten |
| B | Seltener als einmal im Monat genutzt | Versuchsweise 30 Tage kündigen |
| C | Keine Erinnerung an die letzte Nutzung | Heute kündigen |
Schreib neben jedes Abo den Monatsbetrag mal zwölf. Diese Zahl entscheidet oft mehr als jede Abwägung. Dann gilt die Regel vom Ersten des Monats: einmal im Monat, immer am selben Tag, eine Frage pro Abo. Würde ich das heute noch einmal abschließen, zum vollen Preis? Bei „Nein“ oder „Weiß nicht“ wird gekündigt. Wer daraus eine Gewohnheit machen will, hängt den Check an die monatliche Runde durchs Haushaltsbuch.
Warum sich Abos häufen: schleichende Abo-Kosten
Schleichende Abo-Kosten entstehen, weil kleine wiederkehrende Beträge im Alltag nicht als Ausgabe auffallen. Eine Zeile über ein paar Euro löst keinen Alarm aus, fünf solcher Zeilen über zwölf Monate schon. Nur siehst du diese Summe nirgends: Kein Kontoauszug addiert deine Abos. Dazu kommt, dass Abos als Opt-out laufen. Sie verlängern sich, bis du kündigst, und Kündigen kostet Aufmerksamkeit. Fünf Abos zu je 10 € sind 50 € im Monat und 600 € im Jahr.
Eine amtliche Zahl allein für Abos gibt es nicht. Den Rahmen liefert das Statistische Bundesamt: Ein Haushalt gibt im Schnitt 3.030 € im Monat für den privaten Konsum aus (EVS 2023). Auf Freizeit, Sport und Kultur entfallen laut Eurostat 10,0 % der Konsumausgaben, auf Kommunikation 2,2 % (2022). In diesen beiden Töpfen stecken Streaming, Musik, Cloud-Speicher, Spiele und Mobilfunk. Wo das Geld sonst noch leise verschwindet, steht in Wo bleibt mein Geld?, und was du mit dem gesparten Betrag machst, in Notgroschen aufbauen.
Was Martia beim Abo-Check macht und was nicht
Martia ist die KI, mit der du über dein Geld sprichst. Du verbindest deine Konten nur lesend über Open Banking, Martia antwortet im Chat aus deinen echten Umsätzen. Feste monatliche Abbuchungen wie Streaming oder Versicherungen erscheinen von selbst. Jahresabos, kleine Zusatzbeträge und Zahlungen, die zwischen anderen Ausgaben stecken, etwa Amazon zwischen den Einkäufen oder eine Monatskarte, findest du per Frage im Chat.
Beispiel aus dem Chat
Du: „Welche Abos laufen bei mir gerade?“
Martia: „Du hast 14 Abos für 128 € im Monat. Die drei größten sind …“
Eine ausgedachte Beispielantwort, keine Statistik. Deine Zahl hängt von deinen Umsätzen ab.
Martia kündigt nichts für dich, setzt keine Limits, schickt keine Alarme und erinnert nicht an Kündigungsfristen. Was Martia schickt, ist eine wöchentliche E-Mail mit Beobachtungen zu deinen Ausgaben. In die Abo-Listen von Apple, Google Play oder PayPal sieht Martia nicht hinein, sie sieht nur die Abbuchung auf deinem Konto. Martia kostet 9 € pro Monat oder 59 € pro Jahr, verbindet sich mit über 2.500 Banken in Europa und läuft im Browser. Apps in den Stores gibt es noch nicht. Mehr dazu: mehrere Bankkonten in einer App und Was ist Open Banking?
Frag Martia, ob ein gekündigtes Abo noch abbucht
Nach der Kündigung fragst du im Chat, ob der Anbieter noch auf einem deiner Konten auftaucht. Die Antwort kommt aus deinen Umsätzen, nicht aus einer Schätzung.
Häufige Fragen
Wie finde ich heraus, welche Abos ich habe?
Nimm dir drei Monate Kontoumsätze vor und such nach gleichen Beträgen am gleichen Tag und nach Buchungen mit dem Vermerk Lastschrift. Für Jahresabos stellst du den Zeitraum auf zwölf Monate. Dann öffnest du die Abo-Listen, die auf dem Konto nur als Sammelbuchung erscheinen: bei Apple in den Einstellungen unter „Abonnements“, bei Google Play unter „Abos“ und bei PayPal unter „Zahlungen per Abbuchung“. Zuletzt durchsuchst du das Postfach nach „Rechnung“, „Verlängerung“ und „Abonnement“. Wer die Umsätze nicht selbst durchgehen will, fragt Martia im Chat: Feste monatliche Abbuchungen erscheinen dort von selbst, Jahresabos und kleine Beträge findest du mit einer Frage.
Wo kündige ich ein Abo, das über das iPhone oder Google Play läuft?
Bei Apple öffnest du die Einstellungen, tippst auf deinen Namen, dann auf „Abonnements“, auf das Abo und auf „Abo kündigen“. Ohne iPhone geht das im Browser über account.apple.com. Bei Google Play rufst du auf dem Android-Gerät die Seite „Abos“ auf, wählst das Abo und tippst auf „Abo kündigen“. Die App zu löschen kündigt nichts. In beiden Fällen nutzt du das Abo bis zum Ende des bezahlten Zeitraums. In Deutschland kannst du ein Apple-Abo laut Apple auch mit sofortiger Wirkung kündigen und eine anteilige Rückerstattung bekommen. Dafür wendest du dich an den Apple Support.
Kann ich ein Abo einfach über meine Bank kündigen?
Nein. Die Bank kann eine Lastschrift zurückbuchen oder künftige Abbuchungen eines Zahlungsempfängers sperren, den Vertrag beendet das aber nicht. Die ING weist ausdrücklich darauf hin, und laut Sparkasse bleibt die Forderung bestehen: Der Anbieter kann erneut einziehen oder dich zur Zahlung auffordern, dazu können Gebühren kommen. Die richtige Reihenfolge ist deshalb: erst beim Anbieter kündigen, die Bestätigung sichern und dann prüfen, ob noch abgebucht wird. Kommt danach trotzdem eine Lastschrift, holst du sie innerhalb von acht Wochen ab der Belastung ohne Angabe von Gründen zurück. Einen Dauerauftrag löschst du dagegen selbst im Online-Banking.
Was ist der Kündigungsbutton und seit wann gibt es ihn?
Der Kündigungsbutton ist die Schaltfläche, über die du einen online abschließbaren Vertrag auch online kündigst. Vorgeschrieben ist er in § 312k BGB. Die Pflicht gilt seit dem 1. Juli 2022, auch für ältere Verträge. Der Button trägt „Verträge hier kündigen“ oder eine ebenso eindeutige Beschriftung und führt direkt zu einer Bestätigungsseite mit dem Button „jetzt kündigen“. Beides muss ständig verfügbar sein, laut Verbraucherzentrale ohne vorherige Anmeldung. Der Anbieter bestätigt die Kündigung sofort in Textform. Fehlt der Button oder ist er falsch umgesetzt, kannst du jederzeit und ohne Kündigungsfrist kündigen. Für Versicherungen und andere Finanzdienstleistungen gilt die Regel nicht.
Wie lange ist die Kündigungsfrist bei einem Abo?
Das steht in deinem Vertrag, aber das Gesetz zieht Grenzen. Für Verträge über regelmäßige Lieferungen oder Dienstleistungen, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, sind nach § 309 Nr. 9 BGB folgende AGB-Klauseln unwirksam: eine Erstlaufzeit von mehr als zwei Jahren, eine Kündigungsfrist von mehr als einem Monat vor Ende der Erstlaufzeit und eine stillschweigende Verlängerung, die nicht auf unbestimmte Zeit mit höchstens einem Monat Kündigungsfrist läuft. Nach der Mindestlaufzeit kommst du also mit höchstens einem Monat Frist heraus. Für Versicherungsverträge gilt diese Regel nicht. Bei Handy- und Internetverträgen schau zusätzlich in deinen Vertrag.
Was tue ich bei einer Abofalle auf der Handyrechnung?
Frag zuerst über den Kontakt auf der Rechnung, wer hinter dem Posten steckt. Oft steht dort nur eine Abrechnungsfirma. Dann beendest du das Abo bei dieser Firma oder beim Abo-Betreiber und beanstandest die Rechnung gleichzeitig beim Betreiber und bei deinem Mobilfunkanbieter, so rät es die Verbraucherzentrale. Unstrittige Posten zahlst du weiter, damit dein Anschluss nicht gesperrt wird. Damit es nicht wieder passiert, lässt du eine Drittanbietersperre einrichten. Jeder Mobilfunkanbieter muss sie auf Verlangen einrichten, per Brief, oft auch per E-Mail, im Kundenportal oder in der App. Die Sperre betrifft nur die Abrechnung über die Handyrechnung.
Ist der Rundfunkbeitrag ein Abo, das ich kündigen kann?
Nein. Der Rundfunkbeitrag ist kein Vertrag mit einem Anbieter, sondern ein gesetzlich geregelter Beitrag. Er beträgt 18,36 € im Monat pro Wohnung, egal wie viele Menschen dort leben. Die gesetzliche Zahlungsweise sind 55,08 € in der Mitte von drei Monaten, du kannst aber auch vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich im Voraus zahlen. Je nach Lebens- oder Wohnsituation gelten abweichende Regeln, und beim Beitragsservice gibt es Formulare, um eine Befreiung oder Ermäßigung zu beantragen oder eine Wohnung abzumelden. Bei deinem Abo-Check gehört er deshalb zu den Fixkosten, nicht auf die Kündigungsliste.
Wie viel geben deutsche Haushalte im Monat für Abos aus?
Eine amtliche Zahl allein für Abos gibt es nicht, wohl aber den Rahmen. Ein durchschnittlicher Haushalt gibt 3.030 € im Monat für den privaten Konsum aus, so die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 des Statistischen Bundesamtes. Auf Freizeit, Sport und Kultur entfallen laut Eurostat 10,0 Prozent der Konsumausgaben, auf Kommunikation 2,2 Prozent (2022). In diesen Töpfen stecken Streaming, Musik, Cloud-Speicher, Spiele und Mobilfunk. Dein eigener Betrag ist deshalb eine Rechenaufgabe: Summiere die wiederkehrenden Abbuchungen eines Monats, nimm sie mal zwölf und addiere die Jahresabos.
Kann Martia meine Abos kündigen?
Nein. Martia ist die KI, mit der du über dein Geld sprichst, und liest deine Konten nur über Open Banking. Kündigen musst du selbst, beim Anbieter, bei Apple, bei Google Play oder beim Händler hinter PayPal. Martia hilft beim Finden und Prüfen: Feste monatliche Abbuchungen erscheinen von selbst, Jahresabos, kleine Zusatzbeträge und Zahlungen zwischen anderen Ausgaben findest du per Frage im Chat. Nach der Kündigung fragst du, ob der Anbieter noch abbucht. Martia schickt keine Alarme und erinnert nicht an Fristen. Sie kostet 9 € pro Monat oder 59 € pro Jahr und läuft im Browser.
Quellen
Zuletzt geprüft: 9. Oktober 2026.
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 312k BGB „Kündigung von Verbraucherverträgen im elektronischen Geschäftsverkehr“, gelesen 9.10.2026. gesetze-im-internet.de/bgb/__312k.html
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: Art. 229 § 60 EGBGB „Übergangsvorschrift zum Gesetz für faire Verbraucherverträge“, gelesen 9.10.2026. gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_229__60.html
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 309 BGB „Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit“, Nr. 9, gelesen 9.10.2026. gesetze-im-internet.de/bgb/__309.html
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 312j BGB „Besondere Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern“, gelesen 9.10.2026. gesetze-im-internet.de/bgb/__312j.html
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 355 BGB „Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen“ und § 356 BGB „Widerrufsrecht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen“, gelesen 9.10.2026. gesetze-im-internet.de/bgb/__355.html, gesetze-im-internet.de/bgb/__356.html
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 124 BGB „Anfechtungsfrist“, gelesen 9.10.2026. gesetze-im-internet.de/bgb/__124.html
- Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 675x BGB „Erstattungsanspruch bei einem vom oder über den Zahlungsempfänger ausgelösten autorisierten Zahlungsvorgang“ und § 676b BGB „Anzeige nicht autorisierter oder fehlerhaft ausgeführter Zahlungsvorgänge“, gelesen 9.10.2026. gesetze-im-internet.de/bgb/__675x.html, gesetze-im-internet.de/bgb/__676b.html
- Apple Support: „Ein Abonnement von Apple kündigen“, gelesen 9.10.2026. support.apple.com/de-de/118428
- Apple Support: „Informationen zum Kündigen von Abonnements in Deutschland, Israel, Südafrika und der Türkei“, veröffentlicht am 2. Juli 2024, gelesen 9.10.2026. support.apple.com/de-de/108098
- Apple Support: „Unterstützung bei Abbuchungen von apple.com/bill“, veröffentlicht am 18. Juli 2025, gelesen 9.10.2026. support.apple.com/de-de/120164
- Google Play-Hilfe: „Abos bei Google Play kündigen, pausieren oder ändern“, gelesen 9.10.2026. support.google.com/googleplay/answer/7018481
- Google Play-Hilfe: „Gebühren, Rechnungsbeträge und Autorisierungen“, gelesen 9.10.2026. support.google.com/googleplay/answer/6224192
- PayPal-Hilfe: „Was ist eine Zahlung im Einzugsverfahren und wie aktualisiere oder kündige ich sie?“, ohne Datum, gelesen 9.10.2026. paypal.com/de/cshelp (help240)
- Telekom Hilfe: „Streaming-Dienst kündigen“, gelesen 9.10.2026. telekom.de/hilfe/tv/magenta-tv-streaming/dienst-kuendigen
- Verbraucherzentrale NRW auf verbraucherzentrale.de: „Kündigungsbutton nicht gefunden? So muss die Online-Kündigung aussehen“, Stand 7. August 2026 (mit Update vom 16. Juli 2026), gelesen 9.10.2026. verbraucherzentrale.de
- Verbraucherzentrale: „Abofallen: Vorsicht geboten!“, Stand 22. Juli 2019, gelesen 9.10.2026. verbraucherzentrale.de/digi-tools/abofallen-97645
- Verbraucherzentrale NRW auf verbraucherzentrale.de: „Drittanbietersperre: Schutz vor ungewollten Abos“, Stand 19. August 2026, gelesen 9.10.2026. verbraucherzentrale.de
- ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice: „Informationen zur Zahlung“ und „Informationen für Bürgerinnen und Bürger“, gelesen 9.10.2026. rundfunkbeitrag.de (Zahlung), rundfunkbeitrag.de (Informationen)
- ING: „Lastschriften einfach erklärt“, gelesen 9.10.2026. ing.de/hilfe/zahlungsverkehr/ueberweisen/lastschriften
- Sparkasse.de: „Lastschrift zurückbuchen: Fristen & Schritte“, gelesen 9.10.2026. sparkasse.de
- Statistisches Bundesamt (2025): Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023, private Konsumausgaben je Haushalt (3.030 € im Monat). destatis.de
- Eurostat: „Household consumption by purpose“, Anteile der Konsumausgaben in Deutschland 2022 (Freizeit, Sport und Kultur 10,0 %; Kommunikation 2,2 %). ec.europa.eu/eurostat