Wie viel Miete kann ich mir leisten? Rechner und Tabelle nach Netto
Alles, was monatlich netto reinkommt: Gehalt, Rente, Kindergeld, Unterhalt. Zu zweit: beide Einkommen zusammen. Rechne ohne Weihnachts- oder Urlaubsgeld.
Warmmiete = Kaltmiete plus Nebenkosten mit Heizung und Warmwasser. Strom, Internet und Rundfunkbeitrag zahlst du extra.
Gerechnet mit 2,67 € pro m² × 60 m² (Beispiel)
Durchschnitt laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds, Abrechnungsjahr 2024, inklusive Heizung und Warmwasser (1,32 €). Alle Positionen zusammen können bis 3,68 € kosten.
60 m² sind ein Beispiel. Mieterhaushalte wohnen allein im Schnitt auf 62 m², zu zweit auf 81 m² (Mikrozensus 2022).
Was bleibt nach Strom, Abos und Einkauf? → Haushaltsrechner
- Nebenkosten (geschätzt): 160,20 €
- Kaltmiete: 24,7 % deines Nettos
- Höchstens 12,33 € Kaltmiete pro m²
- Mietkaution höchstens 2.219,40 € (drei Kaltmieten, § 551 BGB)
900,00 € − 160,20 € Nebenkosten = 739,80 € Kaltmiete
3.000,00 € − 900,00 € = 2.100,00 € bleiben nach der Miete
Als Faustregel gilt: Deine Warmmiete sollte höchstens 30 % deines Haushaltsnettos ausmachen. Bei 2.000 € netto sind das 600 €, bei 3.000 € netto 900 € – die Kaltmiete liegt um die Nebenkosten darunter.
Die 30 % zählen nur die Miete
Strom, Internet und die Nebenkostennachzahlung kommen dazu. Verbinde dein Konto mit Martia und frag im Chat, was dich das Wohnen wirklich kostet. Miete und Abschläge, die jeden Monat abgehen, zeigt Martia von selbst; eine Nachzahlung findest du, wenn du im Chat danach fragst.
„Wie viel Prozent meines Einkommens geht wirklich fürs Wohnen drauf?“
Frag Martia, was dich das Wohnen kostet→So nutzt du den Rechner
- Netto eintragen. Alles, was im Monat netto reinkommt: Gehalt, Rente, Kindergeld oder Unterhalt. Wohnt ihr zu zweit, zählen beide Einkommen zusammen.
- Warm oder kalt und die Quote wählen. Voreingestellt sind 30 % der Warmmiete. Du kannst die Quote auf die Kaltmiete beziehen, ein Drittel nehmen oder einen eigenen Wert eintragen.
- Nebenkosten anpassen. Hast du eine konkrete Wohnung im Blick, trag unter „Nebenkosten genauer rechnen“ ihre Wohnfläche oder die Nebenkosten aus der Anzeige ein. Sonst rechnet der Rechner mit 2,67 € pro m² und 60 m² als Beispiel.
Die 30-Prozent-Regel: warm oder kalt?
Die 30-Prozent-Regel sagt: Die Miete sollte höchstens 30 % deines monatlichen Nettoeinkommens ausmachen. Gemeint ist das Haushaltsnetto, also alles, was ihr zusammen netto bekommt. Ob die Warm- oder die Kaltmiete gemeint ist, legt keine Vorschrift fest.
Die Kaltmiete ist die Miete für die Wohnung allein. Die Warmmiete ist die Kaltmiete plus Betriebskosten, also Nebenkosten inklusive Heizung und Warmwasser (§ 2 BetrKV). Strom für deine Wohnung, Internet, Handy und Rundfunkbeitrag gehören nicht dazu.
Der Rechner bezieht die 30 % auf die Warmmiete, denn Heizung und Nebenkosten zahlst du genauso jeden Monat. Wer sie auf die Kaltmiete bezieht, landet warm deutlich höher. Daneben ist die Drittel-Regel verbreitet: ein Drittel des Nettos, bei 3.000 € genau 1.000 €.
Beziehst du die 30 % dagegen auf die Kaltmiete, zahlst du warm 1.060,20 €, also 35,3 % deines Nettos.
Wie viel Miete bei 1.500 bis 5.000 € netto?
Die Tabelle zeigt die höchste Warmmiete nach der 30-Prozent-Regel und nach der Drittel-Regel, und was nach 30 % Warmmiete vom Netto übrig bleibt.
| Netto | 30 % (warm) | Ein Drittel (warm) | Bleibt nach 30 % |
|---|---|---|---|
| 1.500 € | 450,00 € | 500,00 € | 1.050,00 € |
| 1.750 € | 525,00 € | 583,33 € | 1.225,00 € |
| 2.000 € | 600,00 € | 666,67 € | 1.400,00 € |
| 2.250 € | 675,00 € | 750,00 € | 1.575,00 € |
| 2.500 € | 750,00 € | 833,33 € | 1.750,00 € |
| 2.750 € | 825,00 € | 916,67 € | 1.925,00 € |
| 3.000 € | 900,00 € | 1.000,00 € | 2.100,00 € |
| 3.250 € | 975,00 € | 1.083,33 € | 2.275,00 € |
| 3.500 € | 1.050,00 € | 1.166,67 € | 2.450,00 € |
| 3.750 € | 1.125,00 € | 1.250,00 € | 2.625,00 € |
| 4.000 € | 1.200,00 € | 1.333,33 € | 2.800,00 € |
| 4.250 € | 1.275,00 € | 1.416,67 € | 2.975,00 € |
| 4.500 € | 1.350,00 € | 1.500,00 € | 3.150,00 € |
| 4.750 € | 1.425,00 € | 1.583,33 € | 3.325,00 € |
| 5.000 € | 1.500,00 € | 1.666,67 € | 3.500,00 € |
Für die Kaltmiete ziehst du die Nebenkosten ab: im Schnitt 2,67 € pro m², bei 60 m² also 160,20 € im Monat.
Wie viel Prozent vom Gehalt geht in Deutschland für die Miete drauf?
Mieterhaushalte zahlten 2022 im Schnitt 27,9 % ihres Haushaltsnettos für die Bruttokaltmiete: Kaltmiete plus kalte Nebenkosten, also ohne Heizung und Warmwasser (Mikrozensus 2022). Mit Heizung ist der Anteil höher. Wie hoch er ausfällt, hängt vor allem vom Einkommen ab:
| Haushaltsnetto im Monat | Anteil der Bruttokaltmiete |
|---|---|
| unter 1.500 € | 44,6 % |
| 1.500 bis unter 2.000 € | 28,8 % |
| 2.000 bis unter 3.000 € | 23,8 % |
| 3.000 bis unter 4.000 € | 19,8 % |
| 4.000 € und mehr | 15,9 % |
- Alleinlebende zahlten 32,7 %, Zweipersonenhaushalte 22,8 %.
- Rund jeder dritte Mieterhaushalt (32,8 %) zahlte 30 % oder mehr für die Bruttokaltmiete, fast jeder sechste (15,9 %) 40 % oder mehr.
- Rechnet man alle Wohnkosten samt Strom und Heizung und auch Eigentümer mit, gaben Haushalte 2025 im Schnitt 24,1 % ihres verfügbaren Einkommens fürs Wohnen aus. 11,2 % der Bevölkerung lagen über der 40-Prozent-Grenze der EU (EU-SILC 2025).
- In der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 machen Wohnen, Energie und Instandhaltung 37,5 % der Konsumausgaben aus, bei Alleinlebenden 42,6 %. Das ist ein Anteil am Konsum, nicht am Einkommen.
- In Deutschland wohnt gut die Hälfte der Menschen zur Miete (52,8 % im Jahr 2025, Eurostat).
Nebenkosten: was zur Warmmiete gehört und was nicht
Laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds zahlten Mieterinnen und Mieter im Abrechnungsjahr 2024 im Schnitt 2,67 € pro m² und Monat an Betriebskosten. Den größten Posten machen Heizung und Warmwasser aus: im Schnitt 1,32 € pro m², je nach Haus 0,46 bis 2,18 €. Fallen alle denkbaren Positionen an, kann die „zweite Miete“ bis zu 3,68 € pro m² erreichen.
Umlegen darf der Vermieter nur Kosten, die die Betriebskostenverordnung aufzählt und die im Mietvertrag vereinbart sind, zum Beispiel Grundsteuer, Wasser und Abwasser, Heizung und Warmwasser, Müllbeseitigung, Gebäudereinigung, Hauswart, Gartenpflege und die Versicherungen des Gebäudes (§ 556 BGB, § 2 BetrKV).
- Dein Haushaltsstrom gehört nicht dazu. Über die Betriebskosten läuft nur der Strom für Außenlicht, Treppenhaus und Gemeinschaftsräume (§ 2 Nr. 11 BetrKV). Den Strom für deine Wohnung zahlst du meist direkt an deinen Stromanbieter.
- Internet, Handy und Rundfunkbeitrag zahlst du ebenfalls selbst. Seit dem 1. Juli 2024 dürfen die laufenden Gebühren für den Kabelanschluss nicht mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden; umlegen darf der Vermieter nur noch den Betriebsstrom und die Prüfung der Hausanlage (§ 2 Nr. 15 BetrKV).
- Die Nebenkosten zahlst du meist als monatliche Vorauszahlung. Einmal im Jahr rechnet der Vermieter ab, spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums. Dann gibt es eine Erstattung oder eine Nachzahlung (§ 556 BGB).
Beim Einzug kommt die Mietkaution dazu: höchstens drei Kaltmieten ohne die Nebenkosten-Vorauszahlung, zahlbar in drei Raten (§ 551 BGB). Bei 739,80 € Kaltmiete sind das bis zu 2.219,40 €.
Was nach der Miete übrig bleibt
Eine Quote allein sagt nicht, ob eine Miete passt. Bei 1.500 € netto lassen 30 % Warmmiete noch 1.050 € für alles andere, bei 5.000 € netto 3.500 €. Im ersten Fall müssen Strom, Essen, Versicherungen und Mobilität in diesen Rest passen, im zweiten bleibt viel Luft.
Der Forschungsdienst des US-Kongresses (Congressional Research Service) beschreibt genau diese Schwäche der Quotenregel und als Alternative den Blick auf das Resteinkommen: was nach den Wohnkosten zum Leben bleibt.
Sind 600 € Miete viel? Bei 2.000 € netto sind 600 € warm genau 30 %, und dir bleiben 1.400 €. Ob das reicht, zeigt der Haushaltsrechner: Er zieht Strom, Versicherungen, Abos und Einkauf ab und zeigt, was am Monatsende übrig bleibt. Eine Faustregel fürs ganze Budget ist die 50/30/20-Regel.
Miete zu zweit: zwei Einkommen, eine Warmmiete
Wohnt ihr zu zweit, rechnest du mit dem Haushaltsnetto: beide Nettoeinkommen zusammen. Eine Wohnung für zwei kostet selten das Doppelte, deshalb zahlen Paare im Schnitt einen kleineren Anteil. Zweipersonenhaushalte zur Miete zahlten 2022 22,8 % ihres Nettos für die Bruttokaltmiete, Alleinlebende 32,7 % (Mikrozensus 2022). Bei allen Wohnkosten waren es 2025 bei zwei Erwachsenen ohne Kind 21,3 %, bei Alleinlebenden 33,2 % (EU-SILC 2025).
Im Schnitt wohnen Mieterhaushalte allein auf 62 m², zu zweit auf 81 m² (Mikrozensus 2022). Wie ihr die Miete fair aufteilt, auch ohne Gemeinschaftskonto, steht im Ratgeber Kosten aufteilen als Paar.
Woher kommt die 30-Prozent-Regel – und ist sie Pflicht?
Die Regel stammt aus der US-Wohnungspolitik. 1969 begrenzte der Kongress die Miete in Sozialwohnungen auf 25 % des Einkommens, 1981 hob er die Grenze auf 30 % an (Congressional Research Service). Von dort wanderte die Zahl als Faustregel in Ratgeber und Rechner.
In Deutschland legt kein Gesetz fest, welcher Anteil des Einkommens höchstens für die Miete draufgehen darf. 30 % und ein Drittel sind Faustregeln, keine Grenzen.
Auch die 40 % sind keine Grenze, sondern eine Messgröße der EU-Statistik: Eurostat zählt einen Haushalt als durch Wohnkosten überlastet, wenn alle Wohnkosten mehr als 40 % des verfügbaren Einkommens ausmachen, Strom und Heizung eingeschlossen. In Deutschland betraf das 2025 11,2 % der Bevölkerung.
Häufige Fragen
Wie viel Miete kann ich mir bei 2.000 € netto leisten?
Nach der 30-%-Regel höchstens 600 € warm, nach der Drittel-Regel 666,67 €. Bei durchschnittlichen Nebenkosten von 2,67 € pro m² und 60 m² bleiben davon 439,80 € für die Kaltmiete. Nach der Miete hast du noch 1.400 € für alles andere.
Wie viel Miete bei 3.000 € netto?
900 € warm nach der 30-%-Regel, 1.000 € nach der Drittel-Regel. Ziehst du 160,20 € Nebenkosten für 60 m² ab, sind es 739,80 € kalt. Übrig bleiben 2.100 €.
Wie viel Gehalt brauche ich für 1.000 € Miete?
Für 1.000 € Warmmiete brauchst du nach der 30-%-Regel mindestens 3.333,34 € netto im Monat, nach der Drittel-Regel 3.000 €. Gemeint ist das Haushaltsnetto, zu zweit also beide Einkommen zusammen.
Gilt die 30-%-Regel für die Warm- oder die Kaltmiete?
Festgelegt ist das nirgends, denn die Regel steht in keinem Gesetz. Wir rechnen mit der Warmmiete, weil du Heizung und Nebenkosten genauso zahlen musst. Beziehst du die 30 % auf die Kaltmiete, landest du warm schnell bei 35,3 %: Bei 3.000 € netto und 160,20 € Nebenkosten sind es 1.060,20 €.
Sind 600 € Miete viel?
Das hängt von deinem Netto ab. 600 € warm sind genau 30 % von 2.000 € netto, bei 1.500 € netto wären es 40 %, bei 3.000 € nur 20 %. Zum Vergleich: Mieterhaushalte zahlen im Schnitt 27,9 % ihres Nettos für die Bruttokaltmiete, also noch ohne Heizung (Mikrozensus 2022).
Was, wenn die Miete 40 % oder mehr von meinem Einkommen frisst?
Damit bist du nicht allein: Fast jeder sechste Mieterhaushalt zahlt 40 % oder mehr für die Bruttokaltmiete, bei weniger als 1.500 € netto liegt der Schnitt bei 44,6 % (Mikrozensus 2022). Die EU-Statistik zählt Haushalte mit mehr als 40 % Wohnkosten als überlastet. Das ist eine Messgröße, keine Vorschrift. Wichtiger ist, was nach Miete und festen Kosten übrig bleibt. Ob dir Wohngeld zusteht, klärt die Wohngeldstelle deiner Gemeinde.
Gehört Strom zur Warmmiete?
Nein. Die Warmmiete umfasst Kaltmiete und Betriebskosten mit Heizung und Warmwasser. Deinen Haushaltsstrom zahlst du meist direkt an deinen Stromanbieter, über die Betriebskosten läuft nur der Strom für Außenlicht, Treppenhaus und Gemeinschaftsräume (§ 2 Nr. 11 BetrKV). Internet, Handy und Rundfunkbeitrag kommen ebenfalls dazu.
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„Wie viel bleibt mir nach Miete, Strom und Abos im Monat übrig?“
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- Deutscher Mieterbund: Betriebskostenspiegel für Deutschland, Abrechnungsjahr 2024 (Pressemeldung vom 18. Dezember 2025)
- Deutscher Mieterbund: Alle Betriebskostenarten im Überblick, Abrechnungsjahr 2024 (PDF)
- Destatis: Mietbelastung nach Haushaltsnettoeinkommen, Mikrozensus 2022 (Stand 19. Mai 2025)
- Destatis: Hauptmieterhaushalte nach Mietbelastung, Mikrozensus 2022 (Stand 19. Mai 2025)
- Destatis: Wohnfläche nach Haushaltsgröße, Mikrozensus 2022 (Stand 19. Mai 2025)
- Destatis: Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025 (Stand 9. April 2026)
- Destatis: Überbelastung durch Wohnkosten, EU-SILC 2025 (Stand 9. April 2026)
- Destatis: Konsumausgaben privater Haushalte nach Haushaltsgröße, EVS 2023 (Stand 9. Dezember 2025)
- Eurostat, Glossar: Housing cost overburden rate
- Eurostat, Datensatz ilc_lvho02: Bevölkerung nach Wohnbesitzverhältnis (aktualisiert 17. September 2026)
- § 551 BGB: Begrenzung und Anlage von Mietsicherheiten
- § 556 BGB: Vereinbarungen über Betriebskosten
- § 2 BetrKV: Aufstellung der Betriebskosten
- Congressional Research Service: Measuring Housing Affordability, R49457 (1. Oktober 2026)
Der Rechner gibt dir eine Orientierung, keine Beratung. 30 % und ein Drittel sind Faustregeln, keine gesetzlichen Grenzen; ob eine Miete passt, entscheidet, was nach Miete, Strom, Versicherungen und Lebenshaltung übrig bleibt. Warmmiete heißt hier: Kaltmiete plus Betriebskosten inklusive Heizung und Warmwasser, ohne Strom, Internet und Rundfunkbeitrag. Ohne eigene Angabe schätzen wir die Nebenkosten mit 2,67 € pro m² und Monat, dem Durchschnitt aus dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds für das Abrechnungsjahr 2024; deine Kosten hängen von Haus, Heizung und Verbrauch ab, eine Nachzahlung ist möglich. Wohngeld, Umzugs- und Einrichtungskosten berücksichtigt der Rechner nicht. Beträge sind auf den Cent gerundet.