Sparrechner: Sparziel, Sparrate und Zinseszins berechnen
Was du heute schon angelegt hast. 0, wenn du bei null startest.
Der Betrag, der jeden Monat aufs Sparkonto geht.
Der Zins, den deine Bank nennt (p. a.), oder die Rendite, mit der du rechnest. Die voreingestellten 2 % sind nur ein Beispiel.
Ganze Jahre, 1 bis 50.
Monatlich: viele Tagesgeldkonten. Jährlich: Sparbuch und manche Tagesgeldkonten. Steht in den Konditionen deiner Bank.
Dynamik und Abgeltungsteuer
Zum Beispiel, wenn dein Gehalt steigt. Die neue Rate gilt ab dem zweiten Jahr.
Zinsen über deinem Sparerpauschbetrag kosten 26,375 % Steuer (mit Soli).
- Effektiver Jahreszins 2,02 %
| Jahr | Sparrate pro Monat | Eingezahlt im Jahr | Zinsen im Jahr | Kontostand am Jahresende | Eingezahlt gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 100,00 € | 1.200,00 € | 31,25 € | 2.231,25 € | 2.200,00 € |
| 2 | 100,00 € | 1.200,00 € | 56,10 € | 3.487,34 € | 3.400,00 € |
| 3 | 100,00 € | 1.200,00 € | 81,45 € | 4.768,79 € | 4.600,00 € |
| 4 | 100,00 € | 1.200,00 € | 107,32 € | 6.076,11 € | 5.800,00 € |
| 5 | 100,00 € | 1.200,00 € | 133,70 € | 7.409,81 € | 7.000,00 € |
| 6 | 100,00 € | 1.200,00 € | 160,62 € | 8.770,44 € | 8.200,00 € |
| 7 | 100,00 € | 1.200,00 € | 188,09 € | 10.158,53 € | 9.400,00 € |
| 8 | 100,00 € | 1.200,00 € | 216,10 € | 11.574,63 € | 10.600,00 € |
| 9 | 100,00 € | 1.200,00 € | 244,69 € | 13.019,32 € | 11.800,00 € |
| 10 | 100,00 € | 1.200,00 € | 273,85 € | 14.493,17 € | 13.000,00 € |
Rechne aus, wie viel aus deinem Startkapital und deiner monatlichen Sparrate mit Zinseszins wird, oder wie viel du jeden Monat sparen musst, um dein Sparziel zu erreichen. Du kannst monatliche oder jährliche Zinsgutschrift, eine Dynamik und die Abgeltungsteuer einstellen.
Welche Sparrate schaffst du wirklich?
Im Rechner steht die Sparrate, die du dir vornimmst. Was am Monatsende tatsächlich übrig bleibt, steht in deinen Kontoumsätzen. Martia verbindet sich über Enable Banking nur lesend mit deinem Girokonto, über 2.500 Banken sind dabei, und beantwortet deine Frage im Chat aus deinen echten Umsätzen.
„Wie viel ist mir in den letzten drei Monaten im Schnitt übrig geblieben, und wo kann ich 100 € mehr rausholen?“
Frag Martia→So nutzt du den Rechner
- Modus wählen. Endkapital berechnen, wenn du deine Sparrate kennst. Sparrate berechnen, wenn du ein Ziel hast, zum Beispiel 10.000 € in zehn Jahren.
- Beträge und Zinssatz eintragen. Startkapital, Sparrate oder Sparziel, den Zinssatz pro Jahr und die Laufzeit. Kommazahlen wie 2,5 kannst du so eintippen.
- Optionen prüfen. Zinsgutschrift monatlich (oft beim Tagesgeld) oder jährlich (Sparbuch), eine Dynamik für eine jährlich steigende Sparrate und die Steuer mit deinem Sparerpauschbetrag.
Wie berechne ich meine Sparrate für ein Sparziel?
Die nötige Sparrate findest du in drei Schritten. Erst rechnest du aus, was aus deinem Startkapital bis zum Ende allein wird. Die Differenz zum Sparziel ist die Lücke, die deine Sparraten füllen müssen. Diese Lücke teilst du durch das, was aus 1 € im Monat bis zum Ende wird. Im Rechner wählst du dafür oben „Sparrate berechnen“.
p = Zinssatz pro Jahr, q = 1 + p/12, N = Zahl der Monate
Wir runden die Sparrate auf den Cent auf, damit du das Ziel sicher erreichst. Mit 309,52 € im Monat stünden am Ende 49.999,53 € auf dem Konto, knapp unter dem Ziel.
Wie lange braucht man, um 50.000 Euro zu sparen?
Das hängt vor allem davon ab, wie viel du jeden Monat zurücklegst. Die Tabelle zeigt, wie lange es von 0 € bis 50.000 € dauert, mit der Sparrate am Monatsende, monatlicher Zinsgutschrift und vor Steuern.
| Sparrate | 0 % Zinsen | 2 % Zinsen | 3 % Zinsen |
|---|---|---|---|
| 250 € im Monat | 200 Monate (16 J. 8 M.) | 173 Monate (14 J. 5 M.) | 163 Monate (13 J. 7 M.) |
| 500 € im Monat | 100 Monate (8 J. 4 M.) | 93 Monate (7 J. 9 M.) | 90 Monate (7 J. 6 M.) |
| 1.000 € im Monat | 50 Monate (4 J. 2 M.) | 49 Monate (4 J. 1 M.) | 48 Monate (4 J.) |
Bei diesen Laufzeiten zählt die Sparrate viel mehr als der Zins. Mit 500 € im Monat bist du bei 2 % Zinsen 7 Monate früher am Ziel als ohne Zinsen. Verdoppelst du dagegen die Sparrate von 250 € auf 500 €, sind es bei 2 % ganze 80 Monate.
Wie viel du realistisch sparen kannst, hängt davon ab, was am Monatsende übrig bleibt. Das rechnest du mit dem Haushaltsrechner aus. Eine grobe Orientierung für die Aufteilung gibt die 50-30-20-Regel. Ideen, wie jeden Monat etwas übrig bleibt, findest du in Geld sparen: 15 Tipps, und wenn es trotz guter Vorsätze nicht klappt, in Sparen lernen: 7 Gründe, warum es nicht klappt.
Zinseszins mit monatlicher Einzahlung: Formel und Beispiel
Beim Zinseszins bringen auch die Zinsen wieder Zinsen. Schreibt die Bank monatlich gut, rechnest du mit einem Zwölftel des Jahreszinses pro Monat. Bei 2 % sind das 0,1667 % pro Monat, aufs Jahr gerechnet 2,02 %.
K₀ = Startkapital, R = monatliche Sparrate, p = Zinssatz pro Jahr, q = 1 + p/12, N = Zahl der Monate
Ohne Sparrate werden aus 10.000 € bei 2 % in zehn Jahren 12.211,99 €. Einfache Zinsen wären 2.000 €, die übrigen 211,99 € sind Zinseszins.
In Excel nachrechnen
=RMZ(2%/12;120;-1000;10000) → −66,15 €
ZW liefert das Endkapital der Startwerte, RMZ die Sparrate für ein Ziel von 10.000 €. Beide buchen die Einzahlung am Monatsende, so wie der Sparrechner. Das Minuszeichen steht für Geld, das du einzahlst.
Werden die Zinsen ausgezahlt statt gutgeschrieben, gibt es keinen Zinseszins: 10.000 € zu 2 % bringen dann 16,67 € im Monat.
Monatliche oder jährliche Zinsgutschrift: Tagesgeld, Sparbuch, ETF
Viele Tagesgeldkonten schreiben die Zinsen monatlich gut, das Sparbuch meist einmal im Jahr zum 31. Dezember. Bei monatlicher Gutschrift verzinsen sich die Zinsen schon im laufenden Jahr. Der Unterschied ist klein: Mit den Startwerten sind es nach zehn Jahren 14.493,17 € statt 14.479,11 €, also 14,06 € mehr. Wichtiger ist der Zinssatz selbst. Was deine Bank zahlt und wann sie gutschreibt, steht in ihren Konditionen.
Guthaben auf Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch sind bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesetzlich gesichert (§ 8 Einlagensicherungsgesetz).
Liegt der Zins unter der Inflationsrate, wächst dein Guthaben, verliert aber Kaufkraft. 2025 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,2 %.
Bevor du Geld langfristig anlegst, lohnt sich ein Notgroschen auf dem Tagesgeld. Wie viel du dafür zurücklegen solltest, steht im Ratgeber Notgroschen: Wie hoch sollte er sein?
Und ein ETF-Sparplan?
Für einen ETF-Sparplan kannst du im Rechner die Voreinstellung „ETF-Sparplan“ wählen. Die 5 % pro Jahr sind eine Annahme, keine Prognose: Echte Renditen schwanken von Jahr zu Jahr und können auch negativ sein. ETFs werden außerdem anders besteuert als Zinsen, mit Vorabpauschale und bei Aktienfonds 30 % Teilfreistellung. Deshalb rechnet der Sparrechner ETF-Ergebnisse vor Steuern.
Sparrechner mit Dynamik: Sparrate jedes Jahr erhöhen
Mit einer Dynamik erhöhst du die Sparrate jedes Jahr um denselben Prozentsatz, zum Beispiel wenn dein Gehalt steigt. Der Sparrechner hebt die Rate jeweils im Januar an, die höhere Rate gilt also ab dem zweiten Jahr.
Mit 2 % Dynamik: 39.107,28 €, eingezahlt 29.156,84 €. Im letzten Jahr sparst du dann 145,68 € im Monat.
Andersherum gerechnet: Für 30.000 € in 15 Jahren bei 2,5 % und jährlicher Gutschrift brauchst du 137,84 € im Monat. Mit 3 % Dynamik reichen am Anfang 112,69 €, im letzten Jahr sind es 170,45 €.
Steuern auf Zinsen: Abgeltungsteuer, Soli und Sparerpauschbetrag
Zinsen bis 1.000 € im Jahr sind steuerfrei, für Ehepaare mit Zusammenveranlagung bis 2.000 €. Dieser Sparerpauschbetrag gilt einmal für alle Konten und Depots zusammen. Mit einem Freistellungsauftrag sagst du deiner Bank, wie viel davon sie berücksichtigen soll.
Was darüber liegt, behält die Bank direkt ein: 25 % Abgeltungsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, zusammen 26,375 %. Zahlst du Kirchensteuer, sinkt die Abgeltungsteuer selbst etwas (§ 32d EStG). Insgesamt sind es dann 27,819 % bei 8 % Kirchensteuer (Bayern, Baden-Württemberg) und 27,995 % bei 9 % (übrige Länder), nicht 26,375 % plus 8 oder 9 %.
Ein größeres Beispiel: 50.000 € Startkapital und 500 € im Monat, 3 % mit monatlicher Gutschrift, zehn Jahre, 1.000 € Freibetrag. Das bringt 26.823,51 € Zinsen, davon gehen 4.437,20 € Steuer ab. Am Ende stehen 132.386,31 € auf dem Konto.
Banken im Ausland behalten keine deutsche Steuer ein. Diese Zinsen gibst du in der Steuererklärung an (Anlage KAP). Liegt dein persönlicher Steuersatz unter 25 %, kann dir die Günstigerprüfung beim Finanzamt einen Teil zurückbringen. Beides rechnet der Sparrechner nicht mit.
So rechnet der Sparrechner
Der Sparrechner geht Monat für Monat vor. Jeden Monat fallen Zinsen auf den Kontostand vom Monatsanfang an. Bei monatlicher Gutschrift werden sie am Monatsende gutgeschrieben, bei jährlicher am 31. Dezember. Danach kommt die Sparrate dazu. Ist die Steuer eingeschaltet, zieht er sie bei jeder Gutschrift ab, sobald der Freibetrag des Jahres verbraucht ist, so wie deine Bank es mit einem Freistellungsauftrag macht.
Was der Rechner vereinfacht
- Der Zinssatz bleibt über die ganze Laufzeit gleich. Tagesgeldzinsen ändern sich, ETF-Renditen schwanken und können negativ sein.
- Die Sparrate kommt am Ende jedes Monats, der Plan beginnt im Januar. Bei jährlicher Gutschrift bringen die Einzahlungen eines Jahres bis zum 31. Dezember einfache Zinsen.
- Die Dynamik erhöht die Rate einmal im Jahr um denselben Prozentsatz. Die neue Rate wird nicht auf volle Euro gerundet.
- Steuer: ein Satz auf die Zinsen über dem Freibetrag, abgezogen bei jeder Gutschrift. Nicht berücksichtigt sind Günstigerprüfung, Nichtveranlagungsbescheinigung, Verluste, ausländische Quellensteuer, die Besteuerung von ETFs und die Cent-Regel beim Soli.
- Keine Gebühren, keine Inflation, keine Entnahmen, keine Festlegungsfrist.
- Gerundet wird nur für die Anzeige. Banken runden jede Abrechnung, deshalb können deine Kontoauszüge um ein paar Cent abweichen.
- Steuerregeln 2026: Einkommensteuergesetz, zuletzt geändert durch Gesetz vom 29. Juni 2026.
Häufige Fragen
Wann zahle ich die Sparrate ein, am Monatsanfang oder am Monatsende?
Der Sparrechner bucht die Sparrate am Monatsende, so wie die meisten Formeln und die Excel-Funktion ZW. Zahlst du am Monatsanfang ein, verdient jede Rate einen Monat länger Zinsen. Bei 5.000 € Startkapital, 150 € im Monat, 3 % und jährlicher Gutschrift sind das nach sieben Jahren 20.165,93 € statt 20.131,45 €.
Wie hoch sollte eine monatliche Sparrate sein?
Eine feste Regel gibt es nicht. Die Haushalte in Deutschland haben 2025 im Schnitt 10,5 % ihres verfügbaren Einkommens gespart, laut Statistischem Bundesamt. Entscheidend ist, was bei dir am Monatsende wirklich übrig bleibt. Das siehst du in deinen Kontoumsätzen der letzten Monate.
Wie berechnet man Zinseszins pro Monat?
Teile den Jahreszins durch zwölf und rechne jeden Monat mit dem neuen Kontostand weiter. Bei 2 % sind das 0,1667 % pro Monat. Nach einem Jahr werden aus 1.000 € so 1.020,18 €, aufs Jahr gerechnet 2,02 %.
Wie hoch ist der Zinseszins bei 10.000 Euro?
Bei 2 % Zinsen und monatlicher Gutschrift werden aus 10.000 € in zehn Jahren 12.211,99 €. Einfache Zinsen wären 2.000 €, die übrigen 211,99 € sind Zinseszins. Je höher der Zins und je länger die Laufzeit, desto größer wird dieser Anteil.
Wie viel sind 2 % Zinsen bei 1.000 Euro?
20 € im Jahr, wenn die Bank die Zinsen einmal jährlich gutschreibt, und 20,18 € bei monatlicher Gutschrift. Steuer zahlst du darauf erst, wenn deine Kapitalerträge im Jahr über dem Sparerpauschbetrag von 1.000 € liegen.
Muss ich auf Zinsen Steuern zahlen?
Bis 1.000 € im Jahr nicht, verheiratete Paare mit Zusammenveranlagung haben 2.000 €. Der Freibetrag gilt für alle Konten und Depots zusammen. Was darüber liegt, kostet 26,375 % Abgeltungsteuer mit Soli, mit Kirchensteuer 27,819 % oder 27,995 %.
Kann ich den Sparrechner für einen ETF-Sparplan nutzen?
Als grobe Schätzung ja. Wähl die ETF-Annahme von 5 % oder trag deine eigene ein. Der Rechner nimmt einen festen Wert pro Jahr an, echte Kurse schwanken und können fallen. ETFs werden anders besteuert als Zinsen, deshalb zeigt er das Ergebnis vor Steuern.
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„Wofür gebe ich jeden Monat am meisten aus, abgesehen von der Miete?“
Frag Martia→Quellen
- § 32d EStG: Gesonderter Steuertarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen
- § 20 EStG: Kapitalvermögen, Sparer-Pauschbetrag (Abs. 9)
- § 43 EStG: Kapitalerträge mit Steuerabzug
- § 43a EStG: Bemessung der Kapitalertragsteuer
- § 44a EStG: Abstandnahme vom Steuerabzug (Freistellungsauftrag)
- § 51a EStG: Festsetzung und Erhebung von Zuschlagsteuern
- § 4 SolZG 1995: Zuschlagsatz
- Finanzagentur: Einbehalt der Kirchensteuer
- § 8 EinSiG: Umfang der Einlagensicherung
- § 18 InvStG: Vorabpauschale
- § 20 InvStG: Teilfreistellung
- Destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 16. Januar 2026: Verbraucherpreise 2025
- Destatis, Pressekonferenz Bruttoinlandsprodukt 2025 vom 15. Januar 2026 (Sparquote)
Die Ergebnisse sind Beispielrechnungen mit festem Zinssatz und Sparbeginn im Januar. Sie sind keine Anlage- oder Steuerberatung und keine Prognose. Zinsen ändern sich, Kurse schwanken, bei ETFs sind Verluste möglich.