Finanzielle Freiheit Rechner: Wann kannst du aufhören zu arbeiten?
Alles, was du ausgibst, ohne das, was du sparst: Miete, Essen, Versicherungen, Urlaub. Ohne Job zahlst du die Krankenversicherung meist allein, rechne sie mit ein.
Depot, Tagesgeld, Festgeld. Die Wohnung, in der du selbst wohnst, zählt nicht mit.
Was jeden Monat ins Depot oder aufs Sparkonto geht.
4 % sind voreingestellt: eine Annahme nach Inflation, keine Prognose. Gemeint ist, was nach der Inflation übrig bleibt, also die Rendite in heutiger Kaufkraft. Deutsche Aktien brachten von 1900 bis 2008 real 2,8 % im Jahr, US-Aktien 6,0 %.
Aus 7 % Rendite und 2 % Inflation werden real 4,90 %.
So viel entnimmst du im ersten Jahr der Freiheit, danach passt du den Betrag an die Inflation an. 4 % ist die bekannte Regel, 3 bis 3,5 % sind vorsichtiger, wenn du länger als 30 Jahre davon leben willst.
Davon hast du 2,6 % geschafft.
| Jahr | Eingezahlt im Jahr | Rendite im Jahr | Vermögen am Jahresende |
|---|---|---|---|
| 1 | 12.000,00 € | 1.018,44 € | 33.018,44 € |
| 2 | 12.000,00 € | 1.539,18 € | 46.557,62 € |
| 3 | 12.000,00 € | 2.080,75 € | 60.638,37 € |
| 4 | 12.000,00 € | 2.643,98 € | 75.282,35 € |
| 5 | 12.000,00 € | 3.229,74 € | 90.512,08 € |
| 6 | 12.000,00 € | 3.838,93 € | 106.351,01 € |
| 7 | 12.000,00 € | 4.472,48 € | 122.823,49 € |
| 8 | 12.000,00 € | 5.131,38 € | 139.954,87 € |
| 9 | 12.000,00 € | 5.816,64 € | 157.771,51 € |
| 10 | 12.000,00 € | 6.529,30 € | 176.300,81 € |
Rechne aus, wie viel Vermögen du brauchst, um von deinem Ersparten zu leben (deine FIRE-Zahl), und wie viele Jahre es mit deiner Sparrate noch dauert. Im zweiten Modus siehst du, wie lange ein Vermögen reicht, wenn du jeden Monat Geld entnimmst.
Wie hoch ist deine echte FIRE-Zahl?
Die FIRE-Zahl hängt an einer Eingabe, die kaum jemand genau kennt: an deinen Ausgaben. Martia rechnet mit deinen echten Umsätzen. Verbinde dein Girokonto (nur Lesezugriff, über 2.500 Banken über Enable Banking) und frag im Chat.
„Wie viel gebe ich im Schnitt pro Monat aus, ohne die Überweisungen auf mein Sparkonto, und wie hoch ist damit meine FIRE-Zahl?“
Frag Martia→So nutzt du den Rechner
- Ausgaben eintragen. Was du im Monat oder im Jahr ausgibst, ohne das, was du sparst. Kommazahlen wie 2.499,90 kannst du so eintippen.
- Vermögen und Sparrate ergänzen. Was du schon angelegt hast und was jeden Monat dazukommt. Die Rendite trägst du nach Inflation ein, dann ist alles in heutiger Kaufkraft.
- Entnahmerate wählen. 4 % ist die bekannte Regel. 3 bis 3,5 % sind vorsichtiger, wenn du sehr früh aufhören willst. Im Modus „Wie lange reicht mein Geld?“ rechnest du die Entnahmephase durch.
Wie viel Geld braucht man, um finanziell frei zu sein?
So viel, dass du jedes Jahr einen kleinen Teil davon entnehmen kannst, ohne dass es aufgebraucht ist, solange du davon lebst. Diesen Betrag nennt die FIRE-Bewegung deine FIRE-Zahl. Sie hängt an zwei Zahlen: an dem, was du im Jahr ausgibst, und an der Entnahmerate.
Bei 4 %: Jahresausgaben × 25
| Ausgaben pro Monat | FIRE-Zahl bei 4 % | FIRE-Zahl bei 3,5 % | FIRE-Zahl bei 3 % |
|---|---|---|---|
| 1.200 € | 360.000 € | 411.428,57 € | 480.000 € |
| 1.918 € (Einpersonenhaushalt im Schnitt, EVS 2023) | 575.400 € | 657.600 € | 767.200 € |
| 2.000 € | 600.000 € | 685.714,29 € | 800.000 € |
| 2.500 € | 750.000 € | 857.142,86 € | 1.000.000 € |
| 3.382 € (Zweipersonenhaushalt im Schnitt, EVS 2023) | 1.014.600 € | 1.159.542,86 € | 1.352.800 € |
Die Destatis-Werte zählen keine Versicherungen, Steuern und Kreditzinsen mit. Deine FIRE-Zahl braucht alles, was vom Konto abgeht, außer dem, was du sparst. Jahresposten wie Versicherungen, Urlaub oder Reparaturen rutschen beim Schätzen leicht durch. Wo das Geld versickert, steht in Wo bleibt mein Geld?, und warum am Monatsende trotzdem nichts übrig bleibt, in Sparen lernen: 7 Gründe, warum es nicht klappt. Einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben gibt dir der Haushaltsrechner.
Jeder Euro, den du im Monat weniger brauchst, senkt deine FIRE-Zahl um 300 € (bei 4 % Entnahmerate), bei 3,5 % sogar um 342,86 €.
Wie funktioniert die 4-%-Regel?
Du entnimmst im ersten Jahr 4 % deines Vermögens. Danach erhöhst du den Betrag jedes Jahr um die Inflation, egal wie die Börse läuft. Mit 600.000 € sind das im ersten Jahr 24.000 €, also 2.000 € im Monat. Bei 2,2 % Inflation wie 2025 sind es im zweiten Jahr 24.528 €.
Woher die Regel kommt
Der US-Finanzplaner Bengen hat 1994 mit US-Aktien und US-Anleihen ab 1926 nachgerechnet: Mit 4 % im ersten Jahr und danach an die Inflation angepasst war das Geld in keinem Fall vor 33 Jahren aufgebraucht. Die Trinity-Studie von Cooley, Hubbard und Walz (1998) prüfte die Jahre 1926 bis 1995 und Auszahlungen über 15 bis 30 Jahre: 3 bis 4 % hielten bei Depots mit überwiegend Aktien meist durch. Wer früh aussteigt und lange entnimmt, sollte niedriger planen, schreiben die Autoren. Beide Studien rechnen mit US-Daten und mit Ruhestandszeiten von bis zu 30 Jahren.
Warum es nicht „Rendite minus Entnahme“ ist
Bei gleichbleibender Rendite wäre die Rechnung einfach. 600.000 € mit 2.000 € im Monat reichen so lange:
| Rendite nach Inflation | Das Geld reicht |
|---|---|
| 5 % | dauerhaft |
| 4 % | 98 Jahre und 4 Monate |
| 3 % | 45 Jahre und 3 Monate |
| 0 % | 25 Jahre |
Schon bei 0 % Rendite nach Inflation hält das Geld 25 Jahre. Die Regel ist so vorsichtig, weil echte Renditen schwanken: Schlechte Börsenjahre direkt nach dem Ausstieg treffen ein Vermögen, aus dem du gleichzeitig entnimmst, am härtesten. Die Regel schützt vor schlechten Jahren am Anfang, nicht vor einer niedrigen Durchschnittsrendite.
Und außerhalb der USA?
Pfau hat 2010 die Jahre 1900 bis 2008 in 17 Ländern ausgewertet, jeweils für 30 Jahre Ruhestand. Eine Entnahme über 4 % war nur in 4 davon sicher. Mit deutschen Aktien, Anleihen und Geldmarkt allein wären es 1,14 % gewesen, selbst mit der im Nachhinein besten Aufteilung; die schlechtesten Startjahre lagen um die Weltkriege. Gerechnet ist das ohne Kosten und nur mit Anlagen aus dem jeweiligen Land.
Für einen Ruhestand über 30 Jahre rechnest du deshalb besser mit 3 bis 3,5 % und bleibst in schlechten Jahren flexibel, zum Beispiel mit weniger Ausgaben oder etwas Nebeneinkommen. Im Rechner kannst du die Entnahmerate zwischen 2 % und 5 % wählen.
Wie schafft man finanzielle Freiheit? Die Sparquote entscheidet
Die Sparquote ist der Teil deines Nettos, den du sparst. Je höher sie ist, desto schneller wächst dein Vermögen und desto niedriger ist deine FIRE-Zahl, denn was du sparst, gibst du nicht aus. Die Tabelle zeigt, wie lange es von 0 € bis zur FIRE-Zahl dauert, bei 4 % Rendite nach Inflation und 4 % Entnahmerate.
| Sparquote | Jahre bis zur FIRE-Zahl |
|---|---|
| 10 % | 58 Jahre und 4 Monate |
| 20 % | 40 Jahre und 9 Monate |
| 25 % | 35 Jahre und 1 Monat |
| 30 % | 30 Jahre und 5 Monate |
| 40 % | 23 Jahre und 2 Monate |
| 50 % | 17 Jahre und 6 Monate |
| 60 % | 12 Jahre und 11 Monate |
| 65 % | 10 Jahre und 10 Monate |
| 70 % | 9 Jahre |
| 75 % | 7 Jahre und 3 Monate |
Die Jahre hängen nur von der Sparquote ab, nicht von der Höhe deines Einkommens, wenn du bei null startest. Die Haushalte in Deutschland sparten 2025 im Schnitt 10,5 % ihres verfügbaren Einkommens. Mit 10 % brauchst du von null aus 58 Jahre und 4 Monate. Wer nach der 50-30-20-Regel 20 % spart, braucht 40 Jahre und 9 Monate. Wer die Hälfte spart, ist nach 17 Jahren und 6 Monaten am Ziel.
Wie du dein Netto aufteilst, zeigt die 50-30-20-Regel. Bevor du anlegst, gehört ein Notgroschen aufs Tagesgeld. Ideen, wie jeden Monat mehr übrig bleibt, findest du in Geld sparen: 15 Tipps.
Der doppelte Hebel
Gibst du 10 % weniger aus und sparst das Geld, sinkt deine FIRE-Zahl, und deine Sparrate steigt. Mit den Startwerten des Rechners spart das eine allein 1 Jahr und 10 Monate, das andere 3 Jahre und 7 Monate, beides zusammen 5 Jahre und 4 Monate.
Wie lange reichen 300.000 Euro im Ruhestand?
Das hängt davon ab, wie viel du jeden Monat entnimmst und was das restliche Geld bringt. Die Tabelle zeigt 300.000 € bei gleichbleibender Rendite nach Inflation (J. = Jahre, M. = Monate):
| Entnahme pro Monat | 0 % Rendite | 3 % Rendite | 4 % Rendite | 5 % Rendite |
|---|---|---|---|---|
| 1.000 € | 25 J. | 45 J. 3 M. | 98 J. 4 M. | dauerhaft |
| 1.500 € | 16 J. 8 M. | 22 J. 10 M. | 26 J. 11 M. | 34 J. 2 M. |
| 2.000 € | 12 J. 6 M. | 15 J. 6 M. | 17 J. 1 M. | 19 J. 2 M. |
Ohne dass das Vermögen schrumpft, kannst du bei 5 % Rendite nach Inflation 1.217,27 € im Monat entnehmen, bei 4 % 978,91 €, bei 3 % 738,06 €.
Der Rechner entnimmt am Monatsanfang und rechnet in heutiger Kaufkraft: 1.500 € heißt 1.500 € in Preisen von heute, jedes Jahr an die Inflation angepasst. Im Rechner oben wählst du dafür „Wie lange reicht mein Geld?“.
Mit welcher Rendite solltest du rechnen?
Der Rechner arbeitet mit der Rendite nach Inflation, auch reale Rendite genannt. Dann sind alle Beträge in heutiger Kaufkraft, und du musst die Inflation nicht extra einrechnen.
Aus 7 % Rendite und 2 % Inflation werden 4,90 %, nicht 5 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 % Inflation an, 2025 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,2 %.
Zum Vergleich: Aktien brachten von 1900 bis 2008 nach Inflation im Schnitt 2,8 % im Jahr in Deutschland und 6,0 % in den USA. Vergangene Renditen sind keine Prognose.
Der Rechner startet mit 4 %, einer Annahme nach Inflation, keiner Prognose. Mit den Startwerten erreichst du die FIRE-Zahl bei 3 % in 33 Jahren und 10 Monaten, bei 4 % in 30 Jahren, bei 5 % in 27 Jahren und 2 Monaten, bei 6 % in 24 Jahren und 10 Monaten. Rechne mit mehreren Werten. Was aus einem Sparplan mit festem Zins wird, rechnest du im Sparrechner.
Steuern, Krankenversicherung und Rente: Was der Rechner nicht abzieht
Steuern
Verkaufst du Anteile eines Aktien-ETFs, ist nur der Gewinnanteil steuerpflichtig. Davon sind 30 % steuerfrei (Teilfreistellung, § 20 InvStG), dazu kommt der Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Jahr. Auf den Rest fallen 26,375 % Abgeltungsteuer mit Soli an. Ist der Pauschbetrag aufgebraucht, sind das auf den ganzen Gewinn gerechnet 18,4625 %.
Thesaurierende Fonds werden außerdem jedes Jahr ein wenig über die Vorabpauschale besteuert (§ 18 InvStG). Abgeltungsteuer, Soli und Kirchensteuer erklärt der Sparrechner.
Krankenversicherung
Ohne Job zahlst du die Krankenversicherung meist allein. Als freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Kasse zahlst du 2026 Beiträge auf mindestens 1.318,33 € im Monat (43,94 € pro Tag), und deine Kapitalerträge zählen mit (§ 240 SGB V). Rechne den Beitrag in deine Ausgaben ein.
Rente
Die gesetzliche Rente gibt es für alle ab Jahrgang 1964 regulär ab 67, vorzeitig ab 63 nur nach 35 Jahren Wartezeit und mit 0,3 % Abschlag pro Monat (§§ 35, 36, 77 SGB VI). Wer mit 45 aufhört, muss die Jahre bis dahin aus dem Vermögen überbrücken.
So rechnet der Finanzielle-Freiheit-Rechner
Der Rechner geht Monat für Monat vor. Die Rendite pro Jahr rechnet er in einen Monatszins um, der aufs Jahr genau die eingegebene Rendite ergibt: Bei 4 % sind das 0,3274 % im Monat, nicht 0,3333 %. Im Modus „Wann bin ich frei?“ wächst das Vermögen jeden Monat, dann kommt am Monatsende die Sparrate dazu. Im Modus „Wie lange reicht mein Geld?“ entnimmt er am Monatsanfang, danach wächst der Rest.
F = FIRE-Zahl, K₀ = Vermögen heute, R = monatliche Sparrate, i = Monatszins
Die Sparquote ist Sparrate geteilt durch Netto, wenn du dein Netto einträgst, sonst Sparrate geteilt durch Ausgaben plus Sparrate. Den Fortschritt rundet der Rechner ab, damit er nie 100 % zeigt, bevor du am Ziel bist. Die Entnahme, bei der das Vermögen nicht schrumpft, rundet er auf den Cent ab: Schon ein Cent mehr wäre nicht mehr dauerhaft.
Was der Rechner vereinfacht
- Die Rendite bleibt in beiden Phasen jedes Jahr gleich. Echte Renditen schwanken und können negativ sein; die Reihenfolge guter und schlechter Jahre zählt kurz nach dem Ausstieg am meisten.
- Alles ist in heutiger Kaufkraft. Die Sparrate bleibt real gleich, in Euro würde sie mit der Inflation steigen.
- Die Sparrate kommt am Ende jedes Monats, Entnahmen am Anfang. Die Rendite wird monatlich mit dem Monatszins gutgeschrieben.
- Die FIRE-Zahl nimmt deine heutigen Ausgaben für den ganzen Ruhestand an, ohne einmalige Kosten.
- Nicht berücksichtigt: Steuern (Abgeltungsteuer, Teilfreistellung, Vorabpauschale, Kirchensteuer), Fondskosten und Gebühren, Kranken- und Pflegeversicherung nach dem Job, gesetzliche oder betriebliche Rente, Erbschaften.
- Die Ergebnisse enden nach 100 Jahren.
- Stand der Regeln: 2026 (Bezugsgröße 2026; EStG, InvStG und SGB gelesen am 9. Oktober 2026).
Häufige Fragen
Was ist die FIRE-Zahl?
FIRE steht für Financial Independence, Retire Early, also finanziell unabhängig sein und früher aufhören zu arbeiten. Die FIRE-Zahl ist das Vermögen, aus dem du deine Ausgaben dauerhaft entnehmen kannst: deine Jahresausgaben geteilt durch die Entnahmerate. Bei 4 % ist das das 25-Fache, bei 3,5 % das 28,6-Fache deiner Jahresausgaben.
Ist die 4-%-Regel in Deutschland sicher?
Eine Garantie gibt sie nirgends. Sie stammt aus US-Daten ab 1926 und gilt für 30 Jahre Ruhestand. Eine Auswertung von 17 Ländern von 1900 bis 2008 fand nur in 4 Ländern eine sichere Entnahme über 4 %. Mit deutschen Aktien und Anleihen allein wären es 1,14 % gewesen; die schlechtesten Startjahre lagen um die Weltkriege. Wer früh aussteigt, rechnet besser mit 3 bis 3,5 % und bleibt in schlechten Jahren flexibel.
Wie viel Geld braucht man als Frugalist?
Auch für Frugalisten gilt das 25-Fache der Jahresausgaben. Sie kommen schneller ans Ziel, weil sie wenig ausgeben: Bei 1.200 € im Monat liegt die FIRE-Zahl bei 360.000 €. Wer die Hälfte seines Einkommens spart, ist bei 4 % Rendite nach Inflation von null aus in 17 Jahren und 6 Monaten frei.
Rechnet der Rechner mit Inflation?
Ja, indirekt. Du gibst die Rendite nach Inflation ein, und alle Beträge sind in heutiger Kaufkraft. Eine FIRE-Zahl von 750.000 € heißt 750.000 € in Preisen von heute. Aus 7 % Rendite und 2 % Inflation werden real 4,90 %, nicht 5 %.
Muss ich auf die Entnahmen Steuern zahlen?
Ja, auf den Gewinnanteil. Verkaufst du ETF-Anteile, ist nur der Gewinn steuerpflichtig. Bei Aktien-ETFs sind davon 30 % steuerfrei, auf den Rest fallen nach dem Sparerpauschbetrag von 1.000 € 26,375 % Abgeltungsteuer mit Soli an. Beispiel: Von 24.000 € Entnahme sind 12.000 € Gewinn. Steuerpflichtig sind 8.400 € minus 1.000 €, die Steuer beträgt 1.951,75 €, ohne Kirchensteuer gerechnet. Der Rechner zieht Steuern nicht ab.
Was ist mit Krankenversicherung und Rente?
Ohne Job zahlst du die Krankenversicherung meist allein. Als freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Kasse zahlst du 2026 Beiträge auf mindestens 1.318,33 € im Monat, auch mit weniger Einnahmen. Die gesetzliche Rente gibt es für alle ab Jahrgang 1964 regulär mit 67, vorzeitig ab 63 nur nach 35 Jahren Wartezeit und mit Abschlägen. Plane beides in deine Ausgaben ein.
Wie genau ist das Ergebnis?
Es ist eine Modellrechnung mit fester Rendite. In Wirklichkeit schwanken die Kurse, und schlechte Jahre kurz nach dem Ausstieg können das Ergebnis deutlich verschieben. Nimm es als Richtwert und rechne mit mehreren Renditen und Entnahmeraten. Die wichtigste Eingabe sind deine Ausgaben, denn sie bestimmen die FIRE-Zahl und deine Sparrate.
Ähnliche Rechner
Sparrechner
Endkapital oder nötige Sparrate mit Zinseszins, Dynamik und Abgeltungsteuer.
Berechnen →Haushalt und BudgetHaushaltsrechner
Einnahmen minus Fixkosten und Ausgaben: was übrig bleibt, mit Destatis-Vergleich.
Berechnen →Wohnen und KreditSondertilgung Rechner
Restschuld, Zinsersparnis und kürzere Laufzeit mit jährlicher oder einmaliger Sondertilgung.
Berechnen →Bevor du die Jahre zählst
Jeder Euro, den du im Monat weniger brauchst, senkt deine FIRE-Zahl um 300 € (bei 4 % Entnahmerate). Deine monatlichen Fixkosten und Abos zeigt Martia von selbst. Alles andere findest du, indem du fragst. Martia läuft im Browser und kostet 9 € pro Monat oder 59 € pro Jahr.
„Wo könnte ich am leichtesten 10 % meiner Ausgaben einsparen?“
Frag Martia→Quellen
- Bengen (1994): Determining Withdrawal Rates Using Historical Data, Journal of Financial Planning
- Cooley, Hubbard, Walz (1998): Retirement Savings: Choosing a Withdrawal Rate That Is Sustainable, AAII Journal (Trinity-Studie)
- Pfau (2010): An International Perspective on Safe Withdrawal Rates, Journal of Financial Planning
- Pfau (2010), PDF mit den Tabellen 1 bis 3
- Destatis: Konsumausgaben privater Haushalte nach Haushaltsgröße, EVS 2023
- Destatis, Pressemitteilung Nr. 438 vom 9. Dezember 2025: Konsumausgaben 2023
- Destatis, Pressekonferenz Bruttoinlandsprodukt 2025 vom 15. Januar 2026 (Sparquote)
- Destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 16. Januar 2026: Verbraucherpreise 2025
- EZB: Erklärung zur geldpolitischen Strategie 2025
- § 20 InvStG: Teilfreistellung
- § 18 InvStG: Vorabpauschale
- § 32d EStG: Gesonderter Steuertarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen
- § 20 EStG: Kapitalvermögen, Sparer-Pauschbetrag (Abs. 9)
- § 4 SolZG 1995: Zuschlagsatz
- § 240 SGB V: Beitragspflichtige Einnahmen freiwilliger Mitglieder
- § 1 SVBezGrV 2026: Bezugsgröße
- § 35 SGB VI: Regelaltersrente
- § 36 SGB VI: Altersrente für langjährig Versicherte
- § 77 SGB VI: Zugangsfaktor (Abschläge)
- § 235 SGB VI: Regelaltersrente, Übergang für ältere Jahrgänge
- PAngV, Anlage zu § 16: Berechnung des effektiven Jahreszinses
Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit fester Rendite nach Inflation, in heutiger Kaufkraft, vor Steuern und Kosten. Sie sind keine Anlage-, Steuer- oder Rentenberatung und keine Prognose. Kurse schwanken, Verluste sind möglich.