Familienbudget mit Kindern: So behaltet ihr den Überblick, und diese App hilft dabei

Mit Kindern kommen Kosten, die sich nicht an den Monat halten: Kita-Beitrag, Schulstart, Klassenfahrt, Sportverein. Bis man sie im Griff hat, ist der Monat vorbei und der Kontostand erzählt etwas anderes als der Plan.

Ein Familienbudget mit Kindern ist der Plan für die Einnahmen und Ausgaben des ganzen Haushalts: die Gehälter beider Eltern, Kindergeld und Elterngeld, die Fixkosten und die Ausgaben, die mit den Kindern wachsen. Ein Durchschnittshaushalt in Deutschland gab 2023 laut Statistischem Bundesamt 3.030 € im Monat für den privaten Konsum aus (EVS 2023). Wohin dieses Geld in eurer Familie fließt, zeigt euch kein Durchschnitt und kein Haushaltsbuch auf Papier. Ihr seht es erst, wenn alle Konten an einer Stelle zusammenlaufen.

Donnerstagabend, die Kinder schlafen. Auf dem Küchentisch liegt der Elternbrief zur Klassenfahrt, daneben die Erinnerung an den Vereinsbeitrag. Du schaust in die Banking-App: Das Gehaltskonto sieht ok aus. Aber wie viel ist vom Konto deines Partners oder deiner Partnerin schon für den Wocheneinkauf abgegangen? Und reicht das für den Schulranzen im August? Dieser Artikel zeigt, wie ihr aus zwei Girokonten und vielen kleinen Posten ein Familienbudget macht, das ihr in fünf Minuten pro Woche im Blick habt.

Das Wichtigste

  • 3.030 € im Monat gab ein Durchschnittshaushalt in Deutschland 2023 für den Konsum aus (Destatis, EVS 2023). Familien mit Kindern liegen als größere Haushalte meist darüber.
  • Die größten Fallen sind jährliche Kosten wie Klassenfahrt und Schulstart, das geringere Einkommen in der Elternzeit und Ausgaben, die mit dem Einkommen mitwachsen.
  • Der wichtigste Schritt: die Konten beider Eltern in eine Ansicht bringen. Ohne das fehlt immer ein Teil des Bildes.
  • Der Jahrestopf nimmt Klassenfahrt, Schulstart und Ferienbetreuung den Schrecken: jährliche Kosten durch zwölf, per Dauerauftrag aufs Tagesgeld.
  • Fünf Minuten pro Woche reichen, wenn eine App die Umsätze aller Konten von selbst sammelt und sortiert.

Was kostet eine Familie mit Kindern in Deutschland wirklich?

Eine amtliche Monatszahl nur für Familien mit zwei Kindern liefert keine der Statistiken, die wir hier verwenden. Der beste Anhaltspunkt ist die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts: 2023 lagen die Konsumausgaben eines Durchschnittshaushalts bei 3.030 € im Monat, fünf Jahre zuvor, in der EVS 2018, waren es 2.700 €. Dieser Durchschnitt enthält auch Alleinlebende und Paare ohne Kinder. Eine Familie liegt als größerer Haushalt in der Regel darüber.

Eine zweite Zahl zeigt die Untergrenze: Als armutsgefährdet gilt ein Haushalt aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren, wenn er weniger als 2.893 € im Monat zur Verfügung hat (Destatis, 2024). Zwischen dieser Schwelle und dem, was eure Familie tatsächlich braucht, liegt euer Budget. Wo genau, sagen euch nur eure eigenen Kontoumsätze.

Wie sich die Ausgaben auf die großen Posten verteilen, zeigt Eurostat für alle privaten Haushalte in Deutschland. Die Spalte rechts beschreibt, was Kinder an diesem Bild typischerweise verschieben:

Anteile an den Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland (Eurostat, 2022). Die EVS 2023 des Statistischen Bundesamts, die tatsächlich gezahlte Ausgaben erfasst, kommt für Wohnen und Energie auf rund 37,5 %.

BereichAnteilWas Kinder daran ändern
Wohnen, Wasser, Energie24,6 %Ein Kinderzimmer mehr heißt meist mehr Miete und mehr Strom
Verkehr13,5 %Fahrten zu Kita, Schule, Training und Großeltern
Lebensmittel und alkoholfreie Getränke11,5 %Wächst mit jedem Kind
Freizeit und Kultur10,0 %Vereine, Musikschule, Ausflüge, Spielzeug
Restaurants und Hotels5,4 %Urlaub zu viert statt zu zweit
Gesundheit5,3 %Brillen, Zahnspangen, Zuzahlungen in der Apotheke
Kleidung und Schuhe4,1 %Neue Größen fast jede Saison
Bildung0,8 %Nachhilfe, Kurse, Lernmaterial

Woher kommen diese Zahlen?

Die Anteile stammen aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von Eurostat (Datensatz tec00134, Deutschland, 2022) und gelten für alle privaten Haushalte, nicht nur für Familien. Die EVS 2023 des Statistischen Bundesamts misst, was Haushalte tatsächlich aus eigener Tasche zahlen, und kommt deshalb beim Wohnen auf rund 37,5 % statt 24,6 %. Für eine Familie zur Miete ist die EVS-Zahl meist die ehrlichere. Euer eigenes Budget kann anders aussehen, deshalb zählen am Ende eure Umsätze mehr als jeder Durchschnitt.

Familienbudget in Deutschland: vier Zahlen

3.030 €Konsumausgaben eines Durchschnittshaushalts pro Monat (Destatis, EVS 2023)
2.893 €Armutsgefährdungsschwelle für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 14 pro Monat (Destatis, 2024)
37,5 %Anteil von Wohnen und Energie an den Konsumausgaben (Destatis, EVS 2023)
53 %der Menschen in Deutschland wohnen zur Miete (Eurostat, 2024)

Quellen: Destatis, EVS 2023 (PD25_438), Destatis, Armutsgefährdung 2024 (PD25_036), Eurostat, Housing in Europe 2025

Welche Budgetfallen gibt es nur mit Kindern?

Familien haben drei Budgetfallen, die Alleinlebende und Paare ohne Kinder kaum kennen. Jede davon kann die tatsächlichen Ausgaben deutlich über den Plan heben, ohne dass es im Monatsüberblick auffällt. Das liegt nicht an mangelnder Disziplin, sondern daran, wie diese Kosten anfallen.

Falle 1: Kosten, die nur einmal im Jahr kommen

Schulstart mit Schulranzen, Heften und Sportzeug. Die Klassenfahrt. Ferienbetreuung in den Sommerferien. Der Jahresbeitrag für den Sportverein, die Musikschule, Geburtstage, Weihnachten. Keiner dieser Posten wirkt allein bedrohlich. Zusammen ergeben sie einen Betrag, der in keinem Monatsplan steht und deshalb jedes Mal wie eine Überraschung wirkt, obwohl er jedes Jahr wiederkommt. Dazu kommen die Kita-Beiträge, die meist die Kommune festlegt und die von Ort zu Ort sehr verschieden sind.

Die Lösung ist ein Jahrestopf: Zählt aus den Kontoumsätzen des letzten Jahres zusammen, was für solche Posten abgegangen ist, teilt die Summe durch zwölf und richtet einen Dauerauftrag in dieser Höhe auf ein Tagesgeldkonto ein. Kommt ihr auf 1.800 € im Jahr, sind das 150 € im Monat. Wenn im Juli der Elternbrief zur Klassenfahrt kommt, ist das Geld schon da.

Falle 2: Weniger Einkommen in der Elternzeit

Das Elterngeld ersetzt nur einen Teil des wegfallenden Nettoeinkommens. Für eine Familie, die bisher mit zwei vollen Gehältern geplant hat, sinken die Einnahmen also genau dann, wenn mit dem Baby neue Ausgaben dazukommen. Viele planen diese Phase zu optimistisch, und das ist verständlich: Vor der Geburt hat man andere Sorgen als Tabellen.

Rechnet das Budget deshalb drei bis sechs Monate vorher auf das Szenario „ein Gehalt plus Elterngeld“ um, nicht in der Woche der Geburt. Ein Detail, das dabei oft übersehen wird: Bei Verheirateten mit Steuerklasse III und V landet das Netto sehr ungleich auf den beiden Konten, weil die Steuerklasse bestimmt, wie viel Lohnsteuer monatlich einbehalten wird. Für das Familienbudget zählt deshalb nur die Summe beider Konten, nicht das, was auf einem einzelnen Konto ankommt.

Falle 3: Ausgaben, die mit dem Einkommen mitwachsen

Ausgaben für Kinder wachsen nicht nur mit dem Alter, sondern oft auch mit dem Einkommen. Der zweite Verein, das teurere Feriencamp, die bessere Ausstattung. Jede dieser Entscheidungen kann richtig sein. Schwierig wird es, wenn die Summe den Rahmen sprengt, ohne dass jemand bewusst entschieden hat, weil jeder einzelne Posten „ja nur ein bisschen mehr“ war. Wo so etwas unbemerkt versickert, beschreibt „Wo bleibt mein Geld?“.

Mythos vs. Realität

Mythos: „Wenn die Kinder größer sind, wird es finanziell ruhiger.“

Realität: Die Kosten verschwinden nicht, sie ändern ihre Form. Aus dem Kita-Beitrag werden Vereinsbeiträge, Nachhilfe, der erste Handyvertrag und die Klassenfahrt ins Ausland. Ruhiger wird es nicht von selbst, sondern dann, wenn ihr seht, wohin das Geld fließt, und bewusst entscheidet.

Wie führe ich ein Familienbudget mit Kindern? Der Plan in fünf Schritten

Ein Familienbudget unterscheidet sich von einem Budget für eine Person vor allem durch seine Komplexität: mehr Konten, mehr Kategorien, mehr Menschen, die Geld ausgeben. Der folgende Plan reduziert diese Komplexität auf das Nötigste.

Schritt 1: Alle Einnahmen und alle Konten in eine Ansicht

Zählt alle monatlichen Eingänge zusammen: die Nettogehälter beider Eltern, Kindergeld, Elterngeld und sonstige regelmäßige Einnahmen. Dann bringt ihr die Girokonten beider Eltern in eine Ansicht, per Open Banking in einer App, jede Person mit Anmeldung bei ihrer eigenen Bank. Ohne diesen Schritt fehlt immer ein Teil des Bildes. Wie das mit Konten bei Sparkasse, Direktbank und N26 gleichzeitig funktioniert, zeigt „Mehrere Bankkonten in einer App“.

Schritt 2: Fixkosten auflisten

Miete, meist per Dauerauftrag. Nebenkosten und Strom, Kita-Beitrag, Versicherungen, Handyverträge, Streaming und andere Abos, meist per Lastschrift. Das sind die Ausgaben, die kommen, egal wie der Monat läuft. Zieht sie von den Einnahmen ab. Was übrig bleibt, ist euer Spielraum. Wer dabei merkt, dass die Abos mehr geworden sind als gedacht, findet in „Zu viel Geld für Abos?“ eine Anleitung zum Aufräumen.

Schritt 3: Eine eigene Kategorie „Kinder“

Legt eine Hauptkategorie „Kinder“ an, mit wenigen Unterkategorien: Kita und Schule, Kleidung und Schuhe, Gesundheit, Freizeit und Vereine, Taschengeld. Buchungen bei myToys, JAKO-O, Ernsting's family oder KiK sind schnell zugeordnet. Schwieriger ist die Drogerie: Windeln von dm oder Rossmann stehen auf derselben Buchung wie Waschmittel. Ein kurzer Blick einmal im Monat reicht, niemand muss jede Quittung aufteilen. Einmal im Monat seht ihr dann, was die Kinder wirklich kosten, statt einer verstreuten Summe irgendwo in der Umsatzliste.

Schritt 4: Den Jahrestopf per Dauerauftrag füllen

Richtet ein eigenes Tagesgeldkonto für die jährlichen und saisonalen Kosten ein: Schulstart, Klassenfahrt, Ferienbetreuung, Vereinsbeiträge, Geburtstage. Ein fester Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang füllt es, ohne dass jemand daran denken muss. Das nimmt dem August und dem Dezember den Schrecken. Wenn ihr darüber hinaus einen Notgroschen aufbaut, erklärt „Notgroschen aufbauen: Wie viel brauchst du?“, wie viel sinnvoll ist.

Schritt 5: Der Fünf-Minuten-Sonntagsblick

Nicht einmal im Monat, sondern einmal pro Woche. Der Monatsrückblick kommt immer zu spät, um noch etwas zu ändern. Fünf Minuten am Sonntagabend: Kategorien anschauen, prüfen, ob der Plan hält, und nachsteuern, solange der Monat noch läuft. Mit einer App, die die Umsätze beider Konten von selbst sammelt, schaut ihr nur noch hin.

Zwei Konten, eine Frage: „Wie viel haben wir im Mai für die Kinder ausgegeben?“

Ihr verbindet eure Girokonten einmal per Open Banking und fragt Martia dann auf Deutsch, was ihr wissen wollt. Die Antwort kommt aus euren echten Umsätzen, über beide Konten, ohne Kontoauszüge zu durchsuchen.

Sprich mit Martia

Wie viel wofür? Die 35-20-15-10-10-10-Regel für Familien

Keine Prozentregel ersetzt es, zwei bis drei Monate lang die eigenen Ausgaben zu beobachten. Eine Richtschnur hilft trotzdem, um zu sehen, ob ihr irgendwo deutlich aus dem Rahmen fallt und wo sich Spielraum finden lässt.

Was ist die 35-20-15-10-10-10-Regel?

Die 35-20-15-10-10-10-Regel ist eine Richtschnur von Martia für Familienbudgets in Deutschland. Sie teilt das Nettoeinkommen des Haushalts in sechs Töpfe: 35 % Wohnen und Energie, 20 % Lebensmittel und Drogerie, 15 % Kinder, 10 % Sparen und Rücklagen, 10 % Mobilität und 10 % für alles andere. Sie ist ein Startpunkt zum Überprüfen, kein Dogma.

  • 35 % Wohnen und Energie: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Strom, Internet
  • 20 % Lebensmittel und Drogerie: Wocheneinkauf, Windeln, Essen unterwegs
  • 15 % Kinder: Kita und Schule, Vereine, Kleidung, Gesundheit, dazu der Jahrestopf
  • 10 % Sparen und Rücklagen: Notgroschen und größere Ziele
  • 10 % Mobilität: Auto, Tanken, Deutschlandticket, Bahn
  • 10 % alles andere: Freizeit der Eltern, Urlaub, Geschenke, Unvorhergesehenes

Warum 35 und nicht 30 Prozent für das Wohnen?

Weil Wohnen in Deutschland schwer wiegt. Nach der EVS 2023 des Statistischen Bundesamts gehen rund 37,5 % der Konsumausgaben eines Haushalts an Wohnen und Energie, und 53 % der Menschen in Deutschland wohnen zur Miete (Eurostat, 2024). Eine Regel, die 30 % verlangt, wäre für viele Familien vom ersten Tag an gerissen, und eine Regel, die man nie einhalten kann, hilft niemandem. Liegt Wohnen bei euch deutlich über 40 %, ist das Budget strukturell angespannt, und Kürzungen in anderen Kategorien gleichen das kaum aus.

Und die 10 % fürs Sparen? Im Durchschnitt aller Haushalte sparen die Deutschen sogar 20,0 % ihres verfügbaren Einkommens, der höchste Wert in der EU (Eurostat, 2024). Mit kleinen Kindern ist das oft nicht drin, und das ist kein Versagen. Zehn Prozent sind ein ehrlicher Start. Wie die bekanntere Variante mit drei Töpfen funktioniert, erklärt „Die 50-30-20-Regel für das Haushaltsbudget“.

Welche Haushaltsbuch-App passt zu einer Familie mit Kindern?

Für eine Familie zählen bei einer Haushaltsbuch-App andere Dinge als für eine Einzelperson: Konten bei verschiedenen Banken in einer Ansicht, eine eigene Kategorie für die Kinder und Zugang für beide Eltern. So stehen die Lösungen da, die in Deutschland tatsächlich eine Rolle spielen, nach den Angaben der Anbieter, Stand August 2026:

Budget-Lösungen für Familien in Deutschland, nach Anbieterangaben (Stand August 2026).

LösungMehrere BankenKostenFür Familien
MartiaJa, Open Banking über Enable Banking, Banken in Europa und im Vereinigten Königreich9 € pro Monat oder 59 € pro JahrBeide Eltern verbinden ihre Konten; ihr fragt auf Deutsch, etwa: Wie viel ging im Mai an die Kinder?
Sparkassen-App (Multibanking)Ja, auch Konten anderer Bankenohne AufpreisNaheliegend, wenn ein Elternteil ohnehin bei der Sparkasse ist; Umfang hängt von der einzelnen Sparkasse ab
FinanzguruJa, eigener bei der BaFin registrierter KontoinformationsdienstGrundversion kostenlos; Plus laut finanzguru.de 0,99 € pro WocheSchwerpunkt auf Verträgen; das Geschäftsmodell ist die Vermittlung von Verträgen und Versicherungen
SpendeeÜber den Dienstleister Salt Edge; eine Liste deutscher Banken veröffentlicht Spendee nichtauf spendee.com nur in US-Dollar angegebenGemeinsame Wallets für den Haushalt, deutsche Oberfläche
YNABDirektimport über Plaid für ausgewählte Banken in Europa14,99 US-Dollar pro Monat oder 109 US-Dollar pro JahrStarke Budget-Methode, aber Oberfläche nur auf Englisch
Tabelle (Excel, Google Sheets)Nur von HandkostenlosFunktioniert, kostet aber jede Woche Zeit und Disziplin

Die App der eigenen Bank fehlt in dieser Tabelle mit Absicht. Sie zeigt in erster Linie die Konten bei dieser Bank, und bei zwei Eltern mit zwei verschiedenen Banken bleibt jedes Bild halb. Eine ausführliche Übersicht über Haushaltsbuch-Apps steht in „Die beste Haushaltsbudget-App 2026“, der direkte Vergleich mit Spendee in „Alternative zu Spendee“.

Wie behalten Eltern die Familienfinanzen im Blick? Martia im Alltag

Die Familienfinanzen werden einfacher, wenn ihr nicht mehr vier Umsatzlisten durchgeht, sondern eine Frage stellt und eine Antwort bekommt. Das Girokonto der Mutter bei der Sparkasse, das des Vaters bei einer Direktbank, die Kreditkarte, das Tagesgeld für den Jahrestopf: Martia verbindet sich per Open Banking über Enable Banking mit Banken in ganz Europa, mit reinem Lesezugriff.

Jede Person behält dabei ihren eigenen Zugang und entscheidet selbst, welche Konten in die gemeinsame Sicht kommen. Geteilt wird nur, was beide ausdrücklich freigeben. Wie ihr euch die gemeinsamen Kosten fair aufteilt, ohne ein Gemeinschaftskonto zu eröffnen, steht in „Gemeinsames Budget ohne Gemeinschaftskonto“.

Fragen, die Eltern tatsächlich stellen

„Wie viel haben wir im Mai insgesamt für die Kinder ausgegeben?“ Eine Antwort, über alle Konten, ohne Zusammenrechnen. „Können wir uns im August eine Reise für 2.000 € leisten?“ Martia sieht die Ausgaben der letzten Monate und die Kontostände. „Was zahlen wir im Monat für den Sportverein?“ Martia findet die Lastschrift und rechnet sie aufs Jahr hoch.

Das ist keine Finanzberatung. Es ist ein Spiegel. Was ihr mit den Zahlen macht, entscheidet ihr.

Gründer von Martia

Vom Gründer

Ich habe Martia gebaut, weil ich selbst sechs Konten und keinen Überblick hatte. Mit meiner Partnerin: zwei verschiedene Banken, zwei Karten, eine Wohnung und jeden Monat dieselbe Frage, woher das Minus kommt. Die Banking-App half nicht, weil sie nur ihren Ausschnitt sah. Die Tabelle wollte gepflegt werden. Was wir brauchten, war eine Ansicht über beide Banken und eine Frage, die eine Antwort bekommt.

Frag Martia, was eure Familie wirklich ausgibt

Verbindet die Konten beider Eltern und stellt eure Fragen zum Familienbudget auf Deutsch: „Was hat der Schulstart gekostet?“, „Welche Lastschrift ist neu?“. Martia antwortet aus euren echten Umsätzen.

Sprich mit Martia

Häufige Fragen

Was kostet eine Familie mit Kindern im Monat in Deutschland?

Der beste amtliche Anhaltspunkt ist die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts: 2023 gab ein Durchschnittshaushalt in Deutschland 3.030 € im Monat für den privaten Konsum aus. Dieser Durchschnitt enthält auch Alleinlebende; eine Familie mit Kindern ist ein größerer Haushalt und liegt in der Regel darüber. Als Untergrenze hilft die Armutsgefährdungsschwelle: Für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 14 Jahren lag sie 2024 bei 2.893 € im Monat (Destatis). Den verlässlichsten Wert für deine Familie liefern trotzdem eure eigenen Kontoumsätze der letzten drei Monate, über alle Konten beider Eltern zusammengerechnet.

Wie führe ich ein Familienbudget mit Kindern?

In fünf Schritten. Erstens: Alle Einnahmen und alle Konten beider Eltern in eine Ansicht bringen, einschließlich Kindergeld und Elterngeld. Zweitens: Fixkosten auflisten, also Miete, Nebenkosten, Kita-Beitrag, Versicherungen, Handyverträge und Abos. Drittens: eine eigene Kategorie „Kinder“ mit Unterkategorien anlegen. Viertens: einen Jahrestopf für Klassenfahrt, Schulstart und Ferienbetreuung per Dauerauftrag füllen. Fünftens: einmal pro Woche fünf Minuten auf die Zahlen schauen. Eine App, die sich per Open Banking mit den Konten beider Eltern verbindet, erledigt den ersten und den fünften Schritt fast von allein.

Welche App eignet sich für ein Familienbudget?

Für ein digitales Haushaltsbuch der Familie zählen drei Dinge: Konten bei verschiedenen Banken in einer Ansicht, eine eigene Kategorie für die Kinder und Zugang für beide Eltern. In Deutschland bietet die Sparkassen-App Multibanking ohne Aufpreis an, Finanzguru hat eine kostenlose Grundversion und verdient an der Vermittlung von Verträgen, Spendee hat eine deutsche Oberfläche und gemeinsame Wallets, YNAB gibt es nur auf Englisch und mit Preisen in US-Dollar. Martia ist eine KI, mit der ihr auf Deutsch über die Umsätze aller verbundenen Konten sprecht, etwa „Wie viel haben wir im Mai für die Kinder ausgegeben?“. Martia kostet 9 € im Monat oder 59 € im Jahr.

Können beide Eltern dieselbe Budget-App nutzen?

Ja, wenn die App Konten bei mehreren Banken in einer Ansicht zusammenführt. Jede Person verbindet ihr eigenes Girokonto per Open Banking, also mit Anmeldung im Fenster der eigenen Bank und reinem Lesezugriff. Bei Martia hat jede Person ihren eigenen Zugang und entscheidet selbst, welche Konten in die gemeinsame Sicht kommen; geteilt wird nur, was beide ausdrücklich freigeben, und die Freigabe lässt sich jederzeit zurücknehmen. Ein Gemeinschaftskonto braucht ihr dafür nicht.

Wie plane ich die Elternzeit finanziell?

Rechne das Budget drei bis sechs Monate vorher auf das Szenario „ein Gehalt plus Elterngeld“ um. Das Elterngeld ersetzt nur einen Teil des wegfallenden Nettoeinkommens, gleichzeitig kommen neue Ausgaben für das Baby dazu. Leg die Differenz zwischen dem bisherigen Nettogehalt und dem erwarteten Elterngeld schon vor der Geburt jeden Monat per Dauerauftrag zur Seite. So startest du mit einem Puffer in die Elternzeit statt mit einem Minus, und du siehst früh, welche Fixkosten eng werden.

Gehören Kindergeld und Elterngeld ins Haushaltsbudget?

Ja. Kindergeld und Elterngeld gehen auf dem Girokonto ein wie ein Gehalt und gehören deshalb auf die Einnahmenseite des Familienbudgets. Wichtig ist, sie nicht doppelt zu verplanen: Wer das Kindergeld gedanklich für die Kinder reserviert, sollte es auch dort verbuchen, etwa als festen Beitrag zum Jahrestopf für Klassenfahrt, Schulstart und Vereinsbeiträge. Eine App mit Open Banking erkennt solche Eingänge und ordnet sie den sonstigen Einnahmen zu, getrennt vom Gehalt.

Wie kategorisiere ich Ausgaben für die Kinder?

Mit einer Hauptkategorie „Kinder“ und wenigen Unterkategorien: Kita und Schule, Kleidung und Schuhe, Gesundheit, Freizeit und Vereine, Taschengeld. Buchungen bei Händlern wie myToys, JAKO-O, Ernsting's family oder KiK und Kita-Beiträge lassen sich eindeutig zuordnen. Schwieriger ist die Drogerie: Windeln und Babynahrung von dm oder Rossmann stehen auf derselben Buchung wie Duschgel und Waschmittel. Hier lohnt ein kurzer Blick pro Monat, statt jede Quittung aufzuteilen.

Quellen und Literatur

Weiterlesen

Sprich mit Martia →Artikel von Martia — der KI, mit der du auf Deutsch über dein Geld sprichst.
Familienbudget mit Kindern: Plan und passende App | Martia